Statt HSV jetzt ein eigener Verein Auch die Jugendmannschaften wechselten mit Foto: privat

Stealers jetzt ohne den HSV

Baseballer trennen sich

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Acht Jahre lang spielten die Stealers für den HSV – jetzt gehen sie getrennte Wege und gründen einen eigenen Verein.

 

Die letzten Wochen waren für Sven Huhnholz (45) hektisch. Der ehemalige Profi-Baseballspieler und Trainer der Jugendnationalmannschaft verhandelte mit dem HSV für die Stealers über Zuschüsse für die nächste Saison. „Aber leider konnten uns keine festen Zusagen gemacht werden“, sagt Sven Huhnholz. Die Folge: Fast alle Spieler traten jetzt aus dem HSV aus und gründeten einen eigenen Verein – die Hamburg Stealers!

Seit 2006 waren die Stealers die Baseball-Abteilung des HSV. „Das war eine sehr erfolgreiche Zeit“, sagt Sven Huhnholz. Schließlich spielen die Stealers in den drei höchsten Ligen, also 1. und 2. Bundesliga sowie Regionalliga. „Das schafft außer uns nur noch Mainz!“

Doch durch die Umstrukturierung beim HSV standen die Stealers plötzlich an der Wand. „Durch die Umsetzung des Konzepts HSVplus haben sich unsere Rahmenbedingungen erheblich verschlechtert.“ Denn: Alle Sponsoren-Verträge müssen mit dem HSV abgestimmt werden – und da gibt es viele Grenzen. Als Ausgleich gab’s bislang zwischen 15 000 und 20 000 Euro für die Stealers. Geld, dass die Baseballer dringend brauchen, um beispielsweise Nachwuchsmannschaften zu Deutschen Meisterschaften entsenden zu können oder die Reisen zu Auswärtsspielen zu finanzieren. „Doch diese Zusage gab es jetzt nicht mehr“, so Sven Huhnholz. Für die Baseballer blieb damit nur der Weg in die Eigenständigkeit. Und alle Mannschaften gehen diesen Weg mit, nur die Damen bleiben beim HSV. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Wir haben dem HSV viel zu verdanken“, sagt Sven Huhnholz. „Wir haben  uns da sehr wohl gefühlt.“

Trotzdem blickt er optimistisch in die Zukunft: Der erste Sponsor hat bereits für die Stealers unterschrieben. Bis zum Start der neuen Saison im April wird sicherlich noch einiges dazu kommen. „Wir wollen unseren erfolgreichen Weg weiter gehen“, sagt Sven Huhnholz. ar

 

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