Großes Interesse Mehr als 230 Menschen drängten sich bei der Veranstaltung im Gemeindehaus am Niendorfer Markt Foto: mf

Auf Niendorf ist Verlass

Großes Interesse an Hilfe für Niendorfer Flüchtlinge

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Großes Gedränge im Gemeindesaal der Kirche am Niendorfer Markt: Mehr als 230 Interessierte informierten sich über Möglichkeiten zur ehrenamtlichen Unterstützung der Flüchtlingsunterkunft Niendorfer Straße.

 

„Auf Niendorf ist Verlass!“ begrüßte Pastorin Maren Gottsmann überwältigt die vielen Interessenten, die  sich ehrenamtlich in der Zentralen Erstaufnahme (ZEA) engagieren möchten. „Ab Mitte Februar 2015 sollen in der Niendorfer Straße 320 bis 330 Menschen für jeweils etwa drei Monate untergebracht werden“, erläuterte die zukünftige Leiterin der Unterkunft, Martina Gosch.

Ihre Kollegin Caroline Smolny, die für fördern und wohnen in der ZEA  Groß Borstel tätig ist, erklärte die Besonderheiten einer Erstaufnahme: „Es ist, als sei man am Flughafen angekommen, aber noch nicht durch die Passkontrolle. Die Menschen haben Termine bei Amtsärzten, Behörden und Anhörungen. Sie wissen nicht, wie es für sie weitergeht. Menschliche Nähe ist in dieser Situation ganz wichtig.“ Bis die Flüchtlinge einen Platz in einer Folgeunterkunft erhalten, spielt sich ihr Leben vorwiegend in der Unterkunft ab, es gibt interne Schulklassen, Kitas und hausinterne Ärzte. Hier werden sie auch mit drei Mahlzeiten am Tag verpflegt. „Momentan kommen sehr viele allein reisende Männer aus Syrien und dem Irak“, erläutert Smolny. Die Altersstruktur der Flüchtlinge würde aber ständig wechseln, aufgrund der vielen Menschen, die derzeit nach Hamburg kämen, sei die Fluktuation hoch. Am Sonnabend, 6. Dezember, von 10 bis 18 Uhr stellt sich die Initiative im Tibarg Center vor, ab Januar wird es einen regelmäßigen Stammtisch für Ehrenamtliche und Interessierte geben. Weitere Informationen bei Maren Gottsmann, Tel. 320 918 68 und unter niendorferstrasse@kirche-in-niendorf.de. mf

Informierten über die ZEA: Die zukünftige Leiterin Martina Gosch (li.) und ihre Kollegin Caroline Smolny von fördern und wohnen Foto: mf

Helfer gesucht

Für die ZEA Niendorfer Straße haben sich Arbeitsgruppen für die Kleiderkammer, Kinderaktivitäten, Erwachsenenaktivitäten, Deutsch für Kinder und für Erwachsene, Begleitung bei Behördengängen sowie therapeutische und medizinische Unterstützung gegründet.

 

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