Wahlkampf mit Kindheitserinnerungen Carsten Ovens, Dietrich Wersich und Silke Seif im Gespräch mit Angelika Zander, Geschäftsführerin des Niendorfer Wochenblatts (v.li.n.re.) Foto: cd

Stadtbahn ist die einzige Möglichkeit

CDU-Bürgermeisterkandidat Dietrich Wersich im Gespräch beim Niendorfer Wochenblatt

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Noch sind es 14 Wochen bis zur Bürgerschaftswahl am 15. Februar. Der Wahlkampf ist angelaufen und der Terminkalender von Dietrich Wersich prall gefüllt. Der Spitzenkandidat der CDU arbeitet unermüdlich an seinem Ziel: Er will Hamburgs Bürgermeister werden.

 

Auch für einen Besuch des Niendorfer Wochenblattes nimmt sich der gebürtige Lokstedter Zeit, schließlich hat er als Schüler einmal selbst das Wochenblatt ausgetragen und noch jede Menge guter Erinnerungen an den Stadtteil, wo er als Junge Stichlinge in der Schillingsbek fing und sein Vater eine Wiese mit Ponys im Feldhoopstücken hatte. 

Mit den Bezirksabgeordneten Silke Seif und Carsten Ovens (CDU-Fraktion Eimsbüttel) hat er zwei Lokalpolitiker mitgebracht, zeigt sich aber auch selbst in lokalen Themen bestens informiert. „1978 war ich auf der Abschlussdemo gegen die Abschaffung der Stadtbahn,“ leitet Wersich geschickt  auf die Verkehrspolitik über, eines seiner Schwerpunktthemen. Das Busbeschleunigungsprogramm hält er für eine Fehlentwicklung und macht sich für die Einrichtung einer Stadtbahn stark. Geringere Baukosten pro Kilometer als bei einer U-Bahn, höhere Kapazitäten,  längere Lebensdauer und geringere Lärmemission als bei Bussen zählt er als Vorteile auf. „Ein Mangel des jetzigen U-Bahn-Systems ist das Fehlen attraktiver Querverbindungen,“ so der 50-Jährige. Geht es nach der CDU, würde entlang der  Metrobuslinie 5 möglichst rasch wieder eine Stadtbahnstrecke gebaut.

Gründergeist stärken

Bei der Verbesserung des Verkehrsflusses setzt der studierte Mediziner auf moderne Technik, die Telematik. An  der Mitentwicklung intelligenter Systeme, die beispielsweise die Kommunikation zwischen Auto und Ampel ermöglichen, will Dietrich Wersich die Hochschulen beteiligen. Überhaupt sei es wichtig, Wissenschaft und Wirtschaft näher zusammenzubringen, betont er, schließlich solle Hamburg Gründermetropole werden.

Auf das Problem mangelnden Wohnraums und ständig steigender Mieten in Hamburg angesprochen, sieht er die hohen Baukosten als Ursache. „Der Bau günstiger Appartements mit 25 bis 35 Quadratmetern, die von Auszubildenden, Studenten, Senioren und Singles gesucht werden“, könnte nach seiner Ansicht für Entspannung sorgen.

Als weitere Vorhaben nennt er die Verbesserung des Betreuungsschlüssels in der Krippe auf 1:4, mehr Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes, unter anderem durch Planungswerkstätten, und schließlich mehr Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt. Letzteres schreibt sich auch gern die Alternative für Deutschland (AfD) auf ihre Fahnen. Eine Koalition mit dieser Partei schließt Wersich aber kategorisch aus: „Europa, Wirtschaft und Weltoffenheit, das passe mit der AfD nicht zusammen.“

Auf die abschließende Frage, wer die Elbphilharmonie 2017 eröffnen wird, entgegnet der Kulturmensch Wersich beherzt: „Ich würde es gern tun.“   cd

 

Dietrich Wersich

 

Geboren 1964 in Lokstedt, vier Brüder, Arzt, ehemaliger Geschäftsführer des Altonaer Theaters und der Kammerspiele, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter von 1997 bis 2004 und seit 2011, von 2008 bis 2011 Senator für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2010 bis 2011 Schulsenator und Zweiter Bürgermeister. Seit 2011 CDU-Fraktionsvorsitzender und Fachsprecher Kultur. Kontakt per E-Mail:

dietrich.wersich@cdu-hamburg.de

 

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