Hat privates Grundeigentum eigentlich noch eine Chance?

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki zu Gast bei den Grundeigentümervereinen

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Die stetig wachsenden Belastungen für Wohneigentümer standen im Fokus der alljährlichen Vortragsveranstaltung der Eimsbütteler Grundeigentümervereine.

 

Die inzwischen 29. Auflage dieses Zusammentreffens war mit über 400 Gästen sehr gut besucht.  Vor dem Hintergrund immer neuer gesetzlicher Auflagen und Vorgaben rund um Grund- und Erbschaftssteuern, Energieausweis, Denkmalschutz, Mietpreisbremse und Bestellerprinzip lag der thematische Schwerpunkt diesmal auf der Frage, ob privates Wohneigentum noch eine Chance hat.

Gastredner Wolfgang Kubicki, stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender im Schleswig-Holsteinischen Landtag, kritisierte die staatlichen Regelungen zu Lasten der Grundeigentümer deutlich. Eine derartige Wohnungsbaupolitik führe letztlich zu einer schleichenden Enteignung. Kubicki sprach sich unter anderem für eine Wiedereinführung der degressiven Abschreibung beim Mietwohnungsbau aus. Steuerliche Entlastungen stellten einen Anreiz für Investitionen in neuen Wohnraum dar, was zu einer Erhöhung des Wohnraumangebots und dadurch automatisch zu einer Begrenzung des Mietanstiegs führe. Eine solche Entwicklung auf dem Immobilienmarkt sei sozial gerechter als die Mietpreisbremse, die er für kontraproduktiv hält. „Der Vermieter sucht sich den Mieter mit der besten Bonität aus, der dann von der niedrigeren Miete profitiert. Bei denjenigen, für die das Instrument eigentlich gedacht war, wird so keine Entlastung ankommen!“ sagte Jens-Uwe Maier, Vorsitzender des Grundeigentümervereins Lokstedt-Niendorf-Schnelsen, der sich stattdessen für eine noch stärkere Förderung des Sozialwohnungsbaus aussprach. Für Immobilienbesitzer, die Eigentum als Altersvorsorge oder Kapitalanlage erworben hätten, werde zurzeit die Ertragssituation immer schlechter.     löv

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