Der Neue Chor Schnelsen und der Projektchor Niendorf 2011 bei der Aufführung von „Benedicite“ Fotos: Kühn-Hoppe

„Singen geht in die Tiefe“

Neuer Chor Schnelsen probt mit Gudrun Kühn-Hoppe für ein großes Weihnachtskonzert

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Musik ist ihr Leben: Kirchenmusikerin Gudrun Kühn-Hoppe
ist Organistin und Kantorin der Evangelisch-Lutherischen

Kirchengemeinde Schnelsen und leitet insgesamt vier
Chöre:

Den Neuen Chor Schnelsen, den Gemeindechor und zwei
Kinderchöre. 

 

Niendorfer Wochenblatt:
Macht Singen glücklich?

Gudrun Kühn-Hoppe: Auf jeden Fall! Wer in einem Chor singt, erfährt
Gemeinschaft und ist mit seinem ganzen Körper beteiligt. Die Musik schafft es,
emotionale Schichten anzufassen, die im Täglichen nicht berührt werden. Singen
geht in die Tiefe macht einfach Spaß!

 

NW: Kann jeder Mensch singen?

Kühn-Hoppe:
Jeder Mensch hat seine Stimme und seinen Ton, auch wenn der vielleicht nicht
immer trifft. Unter der Dusche oder am Herd ist das egal, da darf alles raus!
Wer in einem Chor singen möchte, aber glaubt, es nicht zu können, kann seine
Stimme mit Hilfe von Atemübungen oder Gesangsunterricht trainieren. Ich hatte
so einen Fall: Ein älterer Herr hat gezielt angefangen, das Singen zu üben.
Nach einem Jahr konnte er bei einem anspruchsvollen Chorprojekt mitmachen!

 

NW: Was sind die
Besonderheiten der von Ihnen geleiteten Chöre?

Kühn-Hoppe:
Im Gemeindechor werden überwiegend geistliche Lieder für die musikalische
Gestaltung von Gottesdiensten gesungen. Hier kann jeder mitsingen. Der Neue
Chor ist ein „Kammerchor“, neue Mitglieder stellen sich einem Stimmcheck.
Während die erste Jahreshälfte gottesdienstlich ausgerichtet ist, bereiten wir
uns in der zweiten Hälfte in Kooperation mit dem Niendorfer Projektchor auf ein
großes Konzertprojekt in der Weihnachtszeit mit stets wechselndem Programm vor.


NW
: Gehen Sie dabei auch
experimentelle Wege?

Kühn-Hoppe:
Ja, 2011 haben mit „Benedicite“ von Andrew Carter das Werk eines noch lebenden
Komponisten zur Aufführung gebracht, das von klangmalerischen Effekten und
komplexer Rhythmik lebt. Die Herausforderung nehmen viele Sänger gerne an. Bei
unserem aktuellen Projekt machen rund 65 Personen mit.

NW: Vielen Dank für das Gespräch

 

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