Die Baumaßnahmen für die Erstaufnahmestelle in der Niendorfer Straße wurden gestoppt. Foto: mf

Klage verursacht Baustopp

Zukunft der Flüchtlingsunterkunft Niendorfer Straße ist ungewiss

Archiv| Views: 62

Im September sollte die Erstaufnahmestelle für 320 Flüchtlinge in der Niendorfer Straße öffnen. Doch Anwohner klagten gegen die Baugenehmigung.

 

Die Flüchtlingszahlen steigen dramatisch, rund 500 Menschen treffen pro Monat in Hamburg ein. Derzeit leben rund 13 000 Flüchtlinge in der Hansestadt. Rund 800 Plätze würden aktuell dringend gebraucht, um die Menschen unterzubringen, so Frank Reschreiter von der Behörde für Inneres und Sport. Im September sollte eine Erstaufnahmestelle in der Niendorfer Straße 99 eröffnet werden, in der 320 Flüchtlinge bis zum Sommer 2016 für jeweils drei Monate ihre erste Unterkunft in Hamburg finden sollten. Doch in einem Eilantrag haben Anwohner Widerspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt, da die Anlage zum einen in einem Hochwasserschutzgebiet läge und zum anderen der Bebauungsplan die geplante Art der Nutzung nicht vorsähe.

Infotreffen für Helfer

Bis 2007 befand sich an derselben Stelle schon einmal eine Flüchtlingsunterkunft. Vom Verwaltungsgericht wurde der Eilantrag abgelehnt. „Dagegen wurde Beschwerde erhoben, die bei dem Oberverwaltungsgericht anhängig ist“, so Andreas Lambiris, Pressesprecher des Hamburger Oberverwaltungsgerichtes. „Mit einer Entscheidung ist in den nächsten Wochen zu rechnen.“ Die Niendorfer Kirchengemeinde, Vertreter von Parteien, Institutionen und Verbänden sowie Ehrenamtliche möchten eine Willkommenskultur für die Flüchtlinge begründen und damit den teils traumatisierten Menschen das Ankommen erleichtern. Dafür werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Ein öffentliches Informationstreffen gibt es am Montag, 17. November um 19 Uhr im Gemeindehaus der Kirche am Markt. Weitere Informationen bei Pastorin Maren Gottsmann, Tel. 320 918 68, gottsmann@kirche-in-niendorf.de.  mf

Comments are closed.