Zwischen Garstedter Weg und Quadenweg Einst fuhren die Radfahrer links über einen Asphaltstreifen durch den Niendorfer Verbindungsweg und heute lenken sie ihre Zweiräder über den Gehweg Foto: cd

Kein Platz für Radfahrer

Niendorfer Verbindungsweg bleibt für den Radverkehr tabu

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Jahrelang teilten sich Fußgänger und Fahrradfahrer den Verbindungsweg zwischen Garstedter Weg und Quadenweg. Bis der Polizei auffiel, dass es sich hierbei um einen reinen Gehweg handelte.

 

Die Polizei veranlasste die Aufstellung eines Absperrbügels vor dem seitlichen Asphaltstreifen. Dabei verwies sie die Fahrradfahrer, wenn auch ungewollt, auf den daneben liegenden Gehweg. Nachdem der Asphalt entfernt wurde, wuchs schnell Gras über der Stelle, allerdings nicht über die Angelegenheit. Auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Sommer, teilte das Bezirksamt mit, dass dort das Radfahren verboten sei (wir berichteten).

Damit gaben sich die SPD-Politiker nicht zufrieden und reichten einen Antrag im Hauptausschuss ein. Die Antwort erhielten sie nun im Regionalausschuss in der vergangenen Woche. Danach sehe das Polizeikommissariat 24 keine Möglichkeit, den Radverkehr in der fußläufigen Grünverbindung zu gestatten. In der Begründung heißt es: „Die Einmündungsbereiche weisen keine ausreichende Querschnitte für die konfliktfreie Begegnung zwischen Radfahrern und Fußgängern auf.“     

Es klingt nach einem Schildbürgerstreich. Der früher mit einem Radstreifen ausgestattete Verbindungsweg soll nun für Fahrradfahrer ungeeignet sein. Trotzdem radeln Tag für Tag gerade viele Kinder auf ihrem Schulweg durch. Dabei denken sie wohl kaum an ein erhöhtes Unfallrisiko und die möglichen 15 Euro Verwarnungsgeld.   cd

 

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