Nachgefragt Dr. Monika Schaal, Dr. Andreas Dressel, Sabine Steppat und Karsten Blum (v.li.) folgten interessiert den Ausführungen von Dr. Dietrich Graf, dem technischen Geschäftsführer der Stromnetz Hamburg GmbH Foto: cd

Strom für Flughafen kommt aus Lokstedt

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion besucht das Hauptverteilwerk Lokstedt, das mittlerweile wieder in öffentlicher Hand ist

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Auf seiner Sommertour machte Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, mit Dr. Monika Schaal, Sabine Steppat, Marc Schemmel, Karsten Blum und Dr. Sarah Jamil am Wehmerweg Halt.  

 

Dort, zwischen Kleingärten und Einfamilienhäusern, liegt das Hauptverteilwerk Lokstedt der Stromnetz Hamburg GmbH. Das einstige Vattenfall-Unternehmen gehört seit Januar 2014 zu 100 Prozent der Stadt Hamburg. „Noch sind nicht alle Mitarbeiter aus den relevanten Bereichen gewechselt, aber nach und nach werden sie in unser Unternehmen integriert. Der Kommunalisierungsprozess wird am 1.1.2016 abgeschlossen sein“, erklärte Dr. Dietrich Graf, technischer  Geschäftsführer von Stromnetz Hamburg. 

Zappenduster wäre es in Hamburg ohne den  Verteilungsnetzbetreiber. Er kümmert sich um Netzführung und Netzwartung und regelt den Stromverkehr. Matthias Ridder, Leiter des Kundenmanagements, gab ein Beispiel: „Wenn ein Kunde von Lichtblick seine Haare fönt, wird der Strom von der nächstgelegenen Anlage geliefert. Nun muss Lichtblick die verbrauchte Menge schnell zurückführen, damit ein gleichbleibendes Energieniveau gewährleistet wird.“

Ein sicheres Stromnetz

Über 27 000 km Netzlänge und 310 000 Anschlüsse, 53 Umspannwerke, etwa 2500 Solar-, 470 KWK- (Kraft-Wärme-Kopplung) und 140 Biomasseanlagen sowie 61 Windräder gehören zur elektrischen Infrastruktur Hamburgs. Die Freiluftanlage in Lokstedt – deutschlandweit die größte ihrer Art – versorgt die Umspannwerke Eimsbüttel, Niendorf, Siemersplatz, Hoheluft, Eppendorf und Fuhlsbüttel sowie ca. 162 000 Niederspannungskunden. Ein Teil der Hamburger Straßenbeleuchtung wird vom Wehmerweg aus gesteuert.    

Stromnetz Hamburg hat Großes vor: die älteren Komponenten des Verteilnetzes modernisieren, bis 2015 eine Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen für Altona fertigstellen und die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität deutlich ausbauen. Über 160 Millionen Euro sollen dafür jährlich investiert werden. Ob die Strompreise letztendlich  steigen, ist nicht ganz sicher. Für mehr Transparenz sollen bald ein Kunden- und ein Stromnetzbeirat sorgen.    

„Stromnetz Hamburg ist hervorragend aufgestellt und bestens vorbereitet“, resümierte Andreas Dressel nach seinem Besuch. cd

 

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