Zehnjähriges Bestehen Leiterin Peggy Nitz begrüßte anlässlich des Jubiläums den Experten Professor Dr. Olaf Kraus de Camargo Foto: Frühförderung

Spielerisch verpackte Hilfe

Frühförderung Hamburg blickt stolz auf ihr mittlerweile zehnjähriges Bestehen zurück

Archiv| Views: 79

 

Leon kann nicht alleine spielen und zappelt ständig. Vanessa kann ihre Haltung und ihre Bewegungen nicht gut kontrollieren. Tom hinkt in der sprachlichen Entwicklung hinterher.

 

Oft sind es Probleme wie diese, mit denen Eltern sich – meist auf Anraten ihres Kinderarztes – an die Frühförderung Hamburg wenden. Die seit zehn Jahren bestehende und seit 2011 in der Lippertschen Villa ansässige Anlaufstelle des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein berät Familien mit einem Kind, das entwicklungsverzögert, von einer Behinderung bedroht oder eingeschränkt ist. Das Recht auf Frühförderung von der Geburt bis zur Einschulung  ist sogar gesetzlich verankert.

Die Zentrale im Garstedter Weg ist eine von bundesweit etwa 1200 Stellen, die eine Komplexleistung mit allen pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Maßnahmen anbietet. Zum  Team gehören sechs feste Fach- und zwölf Honorarkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Therapie und Medizin.

„Wir bieten ein aufsuchendes Therapieangebot an“, so Einrichtungsleiterin Peggy Nitz. „Wir gehen zu den Familien, fördern und behandeln die Kinder über Spiel und Interaktion in ihrer häuslichen Umgebung und beraten die Eltern.“ Je nach Bedarf des Kindes liegen die Ziele dabei in der Förderung der Wahrnehmung, Bewegung oder Sprache.

Matschen von Kopf bis Fuß Sieht nach ganz viel Spaß aus, ist jedoch eine spielerische Möglichkeit, mit der die Körperwahrnehmung gefördert wird Foto: Frühförderung

Nur zur Diagnostik müssen die Familien nach Niendorf kommen. Der dort erstellte Förder- und Behandlungsplan muss amtsärztlich bestätigt werden. Davor steht noch der Antrag auf Kostenübernahme.  Auch dabei wird geholfen.

Etwa 50 bis 60 Familien werden ein- bis zweimal pro Woche betreut. Leon hat spielt nach der heilpädagogischen Förderung viel konzentrierter und bleibt beim Essen am Tisch sitzen. Vanessa erhält noch Physiotherapie und läuft deutlich sicherer. Und Tom hat dank Heilpädagogik und Logopädie  deutliche Fortschritte beim Sprechen gemacht. Angst vor der Einschulung hat er jetzt nicht mehr. löv

 

Diakonisches Werk Hamburg-West/Südholstein, Frühförderung Hamburg, Garstedter Weg 9, Tel. 52 10 56 30, fruehfoerderung.hamburg@diakonie-hhsh.de

 

Weitere Frühförderstellen

 

Seit dem 1. August  gibt es auch in der Kita Bindfeldweg eine von den Krankenkassen und der Sozialbehörde finanzierte Interdisziplinäre Frühförderstelle, wo Kinder von 0-3 Jahren mit einer Entwicklungsverzögerung oder einer angeborenen Behinderung heilpädagogische und therapeutische Förderung erhalten können. Die Förderung findet sowohl im häuslichen Umfeld als auch in der Kita statt. Beratung und Infos unter Tel. 58 97 420.
Im September wird eine weitere Frühförderstelle in der Schnelsener Kita Jungborn eröffnet, Tel. 55 98 40 50. Träger beider Einrichtungen ist die „Elbkinder – Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten“

 

 

Comments are closed.