Weg damit Am vergangenen Freitag wurde die störende Werbetafel am Garstedter Weg/Ecke Hessenweg entfernt Foto: sun

Endlich freie Sicht

Werbetafel am Garstedter Weg/Hessenweg wieder demontiert

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Die 2013 am Garstedter Weg/ Ecke Hessenweg aufgestellte Werbetafel der Firma JCDecaux wurde am vergangenen Freitag abgebaut. Ein Verdienst auch unserer Leser.

 

Nachdem beim Niendorfer Wochenblatt immer mehr Klagen wegen des „Wildwuchses“ an sichtbehindernden Werbetafeln entlang des Garstedter Weges eingegangen waren, sprach die Redaktion im Herbst 2013 mit Marc Schemmel (SPD Niendorf). Auch er war von Bürgern schon auf das Problem angesprochen worden und wollte etwas tun.

Im November brachte er im Regionalausschuss Lokstedt einen ersten Antrag zum Thema „Sichtbehinderungen durch Stadtinformationsanlagen (SIA)“ ein, der von FDP, Grüne und Linke unterstützt wurde. Laut Antrag sollte die Verwaltung die Kriterien zur Aufstellung der SIA nennen und kritische Standorte prüfen lassen. Die Antwort kam im Februar 2014: Die aktuellen Überprüfungen hätten keine Sicht- oder Verkehrsbehinderungen ergeben. Auch nicht aus Sicht der Polizei, die den Autofahrern empfahl, sich „vorsichtig in die Straße hinein zu tasten“.

In den Regionalausschuss brachte der Niendorfer SPD-Mann Marc Schemmel das Thema

Hineintasten unmöglich

Insbesondere für den Standort Hessenweg gab sich Schemmel damit nicht zufrieden, denn nach Berichten von Bürgern kam es gerade dort immer wieder zu Beinahe-Unfällen. Und so schrieb er im März einen erneuten Antrag, der nun im Hauptausschuss beschlossen wurde. Darin forderte er die Aufhebung der Genehmigung für diese SIA und ihre Versetzung. Das Niendorfer Wochenblatt berichtete darüber auf dem Titel: „Kampf um die Tafel“.

Mehrfach hakte der SPD-Mann bei der Verwaltung wegen der Umsetzung des Beschlusses nach und erfuhr, dass eine Anhörung von JCDecaux noch ausstünde. „Nachdem ich Anfang Juni erneut die Auskunft erhielt, habe ich einfach selbst mal Kontakt zu dem Stadtmöblierer aufgenommen“, so Schemmel. Mit Erfolg: „JCDecaux zeigte sich sehr kooperationsbereit, ein verantwortlicher Mitarbeiter hat sich die Situation vor Ort mit mir angesehen und dann dem Abbau der SIA zugestimmt. JCD trägt auch die Kosten dafür“, ist er mit dem Ergebnis seiner Bemühungen zufrieden. sun

 

Leserbriefe zum Erfolg

  

Seit 2011 wandten sich immer wieder Niendorfer Bürger ans Wochenblatt und klagten über sichtbehinderte Werbetafeln.

Der erste war Axel Wiechmann, dem am Langobardenweg eine SIA die Sicht in die Kreuzung zu stark einschränkte. Zu dieser Zeit bemühten sich gerade die Bezirkspolitiker darum, vor der Vergabe von Standorten für derartige Werbeträger ein Informationsrecht für den jeweiligen Regionalausschuss zu erwirken, um gegebenenfalls ein Veto einlegen zu können. Doch das zog sich endlos hin. Wiechmann beschritt daher den Klageweg – wenn auch leider ohne Erfolg. Im Herbst 2013 beschwerte sich neben Rolf Klaschinsky und anderen Niendorfern auch Ulli Kammi- gan über einen neuen Standort am Hessenweg, und er versuchte es mit Humor: In einem Leserbrief „dankte“ er den Verursachern fürs Training seiner Halswirbelmuskulatur. Schließlich könne man nur noch „mit schnellem Kopfwackeln“ in den Garstedter Weg einbiegen.  Er freut sich, dass sie abgebaut wird, bevor es dort zu einem Unfall kommen konnte. „Allerdings muss ich meine Halsmuskulatur nun wohl wieder auf konventionelle Weise trainieren“, bleibt Kammigan humorvoll. sun

 

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