Hereingerollt, bitte! Auch wenn noch nichts auf einen baldigen Baubeginn an der Sportanlage Bondenwald hindeutet, ist das Tor für die Bagger schon einmal geöffnet Foto: ls

Warten auf die Bagger

Umbau der Sportanlage Bondenwald soll noch im August beginnen

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Im Januar berichtete das Wochenblatt, schon im August könne die neue Sportanlage Bondenwald fertig sein. Im April hieß es dann, im Mai gingen die Bauarbeiten nun endlich los. Doch aktuell befindet sich die heruntergekommene Anlage nach wie vor in einer Art Dorn­röschenschlaf.

 

Im Wochentakt rufen unsere Leserinnen und Leser an und fragen nach dem Stand. Schließlich ist der malerisch gelegene Sportplatz seit Jahrzehnten gern und häufig genutzt. Der Niendorfer TSV (NTSV) hatte dort sein erstes Clubhaus. Auf dem Rasenplatz samt Aschebahn und Weitsprunggrube fanden Sportabzeichenabnahme, Kindertriathlon und vieles mehr statt. Viele Senioren- und Jugendfußballmannschaften trainieren regelmäßig auf der Anlage. Zumindest auf einem Teil des Rasens. Denn einige Flächen sind in der Tat unbespielbar, stellen deshalb auch ein erhöhtes Verletzungsrisiko für die Sportler dar. Alle Aktiven warten sehnlichst auf den lange versprochenen Baubeginn.

Das Wochenblatt hakte nun noch einmal bei den Verantwortlichen nach. „Wir warten täglich auf die Baugenehmigung“, sagt Uwe Sals vom Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau im Bezirksamt Hamburg-Mitte. „Lärm- und Lichtschutzgutachten liegen vor, die zuständige Baufirma steht in den Startlöchern.“

Kein Geld

Für die monatelangen Verzögerungen beim Baubeginn gibt es mehrere Gründe. Ursprünglich hätten Sportamt und der Niendorfer Turn- und Sportverein (NTSV) als einer der Hauptnutzer der Anlage gerne den neuen Platz mit einem neuen Hallenbau kombiniert. Doch die für die Hallenfinanzierung zuständige Schulbau Hamburg setzte in den vergangenen Jahren andere Prioritäten. Für eine neue Halle am Bondenwald stehen erst einmal keine Gelder zur Verfügung.

Aber auch der Bau der neuen Sportanlage gestaltete sich schwieriger als erwartet, da der NTSV gerne vier Umkleideräume sowie einen neuen Mehrzweckraum gebaut haben möchte. „Standardmäßig bauen wir zu einem neuen Sportplatz aber nur zwei Umkleideräume“, so Sals. „Alles Weitere muss der Verein finanzieren.“

Einige Architektenentwürfe und viele Gesprächsrunden später ist nun klar, dass zunächst in der kleineren Version gebaut wird. Den neuen Kunstrasenplatz mit zweispuriger Umlaufbahn sowie die    Weit- und Hochsprunganlagen finanziert die Stadt, die neue Flutlichtanlage der NTSV. „In einer zweiten Bauphase wird dann der Sanitärtrakt aufgestockt und um zwei zusätzliche Umkleideräume und einen Mehrzweckraum erweitert“, sagt NTSV-Geschäftsführer Mike Schreiber. „Wir sind froh, dass es nach jahrelangen Planungen nun endlich losgeht.“

Beginnen die Bauarbeiten wie geplant noch im August, wird die Sportanlage bis zum Jahresende in neuem Glanz erstrahlen. ls

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