Feierten den Sommer Die Helferinnen Heidrun Petersen-Römer, Hendrikje Blandow-Schlegel und Annegret Reich mit Alida (v.li.n.re.)

Feiern und die neuen Nachbarn kennen lernen

Die Flüchtlingsunterkunft Lokstedter Höhe lud zum Sommerfest

Archiv| Views: 103

Seifenblasen und der Geruch von Grillgut steigen beim Sommerfest der Flüchtlingsunterkunft Lokstedter Höhe in die Luft. Aufs Rost kommt aber nur Fleisch vom Rind und Huhn, denn viele Bewohner sind Muslime und essen kein Schwein. 

 

Zahlreiche Kinder der insgesamt 145 Flüchtlinge toben in der Hüpfburg und lachen über die Clownin, viele ihrer Eltern bleiben lieber in den Wohncontainern. „Viele Menschen zögern noch etwas, sie kommen gerade aus der Erstaufnahme. Man muss sie an die Hand nehmen“, sagt Heidrun Korte von Fördern und Wohnen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrage vier Monate.

Familie Bagaeva aus dem russischen Ossetien bildet eine Ausnahme: Seit einem Jahr leben Larissa, Albert und ihre drei Kinder bereits in der Lokstedter Höhe. Die Hitze in den Containern macht ihnen zu schaffen, doch es besteht die Aussicht auf eine Wohnung: „Die Kinder sind in der Schule gut integriert, deshalb möchten wir im Stadtteil bleiben.“ Mutter Larissa möchte ihre Kinder nicht noch einmal entwurzeln. Sie hofft, in ihre Heimat zurückkehren zu können „wenn die politischen Probleme dort gelöst sind.“

Bringt hoffnungsvolles Grün ins Containerdorf: Madina Dajeva aus Tschetschenien. Fotos: mf

Organisiert wurde das Sommerfest von dem Träger der Unterkunft Fördern und Wohnen und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Annegret Reich, die als Patin eine fünfköpfige serbische Familie betreut,  bekam Unterstützung aus Harvestehude: „Wir wollen in der Unterkunft Sophienterrasse Anfängerfehler vermeiden und lernen von den Helfern hier. Außerdem haben wir Bierbänke mitgebracht und eingekauft“, sagt Hendrikje Blandow-Schlegel. Hilfe kennt keine Stadtteilgrenzen. mf

 

Comments are closed.