„Gestalten macht Spaß!“ findet Helena Peltonen (63) Foto: mf

„Der richtige Ort für mich!“

Eine Finnin fürs Lokstedter Bürgerhaus

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Die Finnen haben den Ruf, ein kulturverrücktes Volk zu sein. Kein Wunder, dass die Finnin Helena Peltonen im Vorstand des Lokstedter Bürgerhauses Kultur und Begegnungen im Stadtteil aktiv mitgestaltet. Seit ihrer Mitarbeit fühlt sie sich in Lokstedt zuhause.

 

Geboren wurde Helena Peltonen 1951 in Helsinki, aufgewachsen ist sie im südfinnischen Mänttä, einem 10 000- Seelen Industrieort mitten im Seengebiet. „Kultur ist dort eine Alltagsangelegenheit an der sich Bürger aktiv beteiligen. Dabei muss niemand Angst haben, kein Spitzenkünstler zu sein. Es geht um die Freude am eigenen Beitrag und die Freude, wenn andere sich darüber freuen!“

Einen Ort, um lokale Kultur zu erleben und Freude auszutauschen fand die 63jährige im Bürgerhaus, als sie vor zwölf Jahren mit ihrem Mann nach Lokstedt zog.

„Es schlummert noch so viel Unentdecktes im kleinen Lokstedt. Viele trauen sich leider nicht aus Angst, nicht gut genug zu sein“, bedauert die lebhafte 63jährige, die sich auch für die Bürgeraktion Mehr Demokratie und bei Transparency International gegen Korruption engagiert.

Zahlreiche lokale und überregionale Autoren, Musiker und Künstler hat sie zusammen mit ihren Mitstreitern vom Bürgerhaus schon entdeckt und engagiert, wenn das Budget es zulässt: „Wir bekommen ja keine regelmäßige Förderung. Das schließt viele Künstler mit hoher Gage aus.“ Gern würde Helena Peltonen ein Hamburger Orchester mit steirischen Harmonikas für einen Auftritt gewinnen, das sie vor kurzem privat gehört hat: „Die waren toll! Leider konnte ich die Musiker noch nicht aufspüren – vielleicht hat jemand einen Kontakt.“mf

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