Neben klassischen Stücken – besonders gern aus der romantischen Epoche – spielt Swantje auch begeistert zeitgenössische und moderne Werke Foto: moe

Niendorfer Ausnahmetalent an der Harfe

Niendorfer Schülerin des Ohrmoor-Gymnasiums ist eine von Deutschlands besten Nachwuchs-Musikern

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Sie ist ein absolutes Ausnahmetalent und hat ihr Ziel fest im Blick: Die Niendorfer Schülerin Swantje Wittgenmann ist eine der besten deutschen Nachwuchs-Harfenistinnen.

 

Zweimal holte sie bereits beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit je 25 Punkten die Höchstzahl in ihrer Altersklasse. Sie wurde als Jüngste in die Förderklasse für Hochbegabte und die studienvorbereitende Ausbildung an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg aufgenommen, ist Jungstudentin an der Musikhochschule Lübeck und spielt im Jugendsinfonieorchester YouMe! mit. „Mein Traum ist es, Profi-Harfenistin zu werden – am liebsten als Solistin in einem Orchester“, so Swantje.

Ihr Talent für die Harfe offenbarte sich schon früh. Nach einem Besuch in der Jugendmusikschule bekniete sie als Vierjährige ihre Eltern ein Jahr lang mit dem Wunsch nach dem Instrument. „Und sie war wirklich hartnäckig“, sagt ihre Mutter  Maren. Seit nunmehr neun Jahren lässt sie ihre Finger über die 47 Saiten schweben – und das mit riesigem Erfolg. Ihre Mutter hat sich extra beurlauben lassen. Sonst wären all die Fahrten zu Konzertterminen, Vorbereitungen und Proben nicht machbar.

Das Gymnasium Ohmoor unterstützt sie auch, mit Unterrichts-Freistellungen. „Das Lernen fiel mir schon immer leicht und ich habe gute Noten. Das ermöglicht es mir, mich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren“, so Swantje.

Fast jeden Tag widmet sie sich ihren Instrumenten, spielt auch Geige und Klavier. Die meisten ihrer Freunde sind auch Musiker. „Da muss ich keine extra Verabredungen treffen, weil wir uns sowieso oft sehen.“ Den Freitagabend hat sie aber immer für ihre beste Schulfreundin reserviert.

Besonders stolz und glücklich ist sie über die Unterstützung durch die Eltern, die sich komplett auf den Lebenstraum ihrer Tochter eingestellt haben und diesen auch enorm finanziell unterstützen. „Meine Eltern sind die besten auf der Welt“, so der Teenager.

Bedauerlich findet sie, dass es oft jedoch von anderer Seite an Anerkennung fehle. „Sportler werden viel mehr geschätzt und verstanden“, bemängelt sie. Zudem fordert sie mehr Talentförderung für Harfespieler. „Das klappt in anderen Bundesländern viel besser als in Hamburg.“ Immerhin kostet eine neue Harfe mindestens 25  000 Euro. In Swantjes aktuelles Instrument musste die Familie sämtliche Ersparnisse  und ein Darlehen investieren. Auch der Privatunterricht ist ein enormer Kostenfaktor.

Doch Swantje hat ihr Ziel fest im Blick „und wenn ich zur Spitze gehören will, dann brauche ich auch die besten Lehrer.“ moe

 

Nächste Konzert-Termine mit Swantje: 6. September in der St. Nikolai-Kirche (Nacht der Kirchen), 14. September im Hamburg Museum; Kontakt und Infos per E-Mail an swantje. wittenhagen@gmx.de

 

 

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