Bezirkspolitiker fordern eine rote Markierung des Radweges am Siemersplatz Foto: mf

Muss erst etwas passieren?

Farbige Radweg-Markierung am Lokstedter Siemersplatz abgelehnt

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Die Radwege am Siemersplatz, die quer über die Kreuzung führen, sollen zur Sicherheit rot markiert werden. Das beschloss die Bezirksversammlung Ende April einstimmig. Doch die Straßenverkehrsbehörde sieht keinen Handlungsbedarf.

 

„Eine zu häufige Anwendung reduziert die erwünschte erhöhte Aufmerksamkeit“, heißt es in der Begründung der Straßenverkehrsbehörde und weiter: „Im Bereich des Siemersplatzes besteht aktuell keine Veranlassung für eine Roteinfärbung.“ Diese Entscheidung kritisiert Carsten Ovens, CDU-Bezirksabgeordneter in Lokstedt: „Die Behörde macht deutlich, dass es erst zu Unfällen kommen muss, bevor man bereit ist, etwas zu ändern.“

CDU und Grüne einig

Das sieht auch die  Fraktion der Grünen Eimsbüttel so und hält an der Markierung fest: „Die Kreuzung ist nicht nur für Radfahrer sehr unübersichtlich, man kann sich nicht sicher fühlen“, so Fraktionsvorsitzende Anna Gallina. Markierungen und Piktogramme würden die Position der Radfahrer als schwächere Verkehrsteilnehmer stärken.

Der Landesverband Hamburg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) stützt zwar grundsätzlich die Einschätzung der Behörde, Markierungen sparsam einzusetzen. Sprecherin Merja Spott gibt aber zu bedenken: „Für den Siemersplatz könnte die Markierung der Fahrradfurten durchaus sinnvoll sein, da sich durch den Umbau die Führung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer verändert hat und die Kreuzung sehr komplex und unübersichtlich gestaltet ist.“ Pauschale Lösungsansätze führten hier nicht weiter, meint sie: „Man muss sich jede Kreuzung im Einzelnen genau ansehen.“   mf

 

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