Peter-Timm-Straße: Der Protest der Anwohner gegen die Bebauung des Wäldchens ist deutlich zu sehen Foto: sun

Reizthema Schnelsen89

Viel Unsicherheit bei den Anwohner, denn es gibt bisher kaum Infos

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Schnelsen89 – dieser 2012 vorgestellte Entwurf des Bebauungsplans für die Peter-Timm- Straße ist für viele Anwohner ein echtes Reizthema. Die Planung zieht sich hin, dabei herrscht Unsicherheit und die Behörden halten sich bedeckt – keine gute Konstellation.

Dabei geht es den Anwohnern nicht nur um das kleine Wäldchen, das für die geplante Wohnbebauung weichen soll, sondern auch um einige Fragen rundum: So gab es Gerüchte über eine unerwartete Erhöhung der geplanten Gebäude. Manche befürchten eine Lärmbelastung bei Bebauung der nahe gelegenen Gewerbeflächen. Und es gab ein paar Vorfälle, die für Argwohn gesorgt haben, wie etwa das Abholzen von Bäumen in einer „Nacht- und Nebel-Aktion“ – und die Erfahrung, dass man bei Nachfragen meist auf eine Mauer des Schweigens stößt. Zumindest am letzten Punkt ist was dran, denn auch Nachfragen des Niendorfer Wochenblatts wurden nur vage, zögerlich und unvollständig beantwortet, oft mit Verweis darauf, dass (mal wieder) eine andere Behörde zuständig sei. Oder es gab keine Auskunft, weil sich die Pläne noch in der Entwurfsphase befänden. Ein wahrlich zähes Ringen um Details. Ein paar Infos gab es aber doch: So teilte das Fachamt Bauprüfung mit, dass es zu der an Schnelsen 89 anschließenden Gewerbefläche keine aktuelle Planung gäbe: „Es gab in der Vergangenheit einen Antrag für eine Druckerei, der wurde aber zurückgezogen“, hieß es. Und aus einer Stellungname der BSU (Stadtentwicklungsbehörde) ist zu erfahren, dass die Entwürfe der Pläne seit ihrer ersten Vorstellung vor zwei Jahren „weiter ausgearbeitet wurden und hinter dem vorgestellten B-Plankonzept zurückbleiben“. BSU-Pressesprecher Dr. Magnus-Sebastian Kutz nennt einige Details: Der Eingriff in den waldartigen Bestand werde gegenüber der Fassung der öffentlichen Plandiskussion (ÖPD) von 2012 reduziert und die Höhe der drei kompakt angelegten Gebäude liege unverändert bei drei bis vier Geschossen.“ Er räumte zwar auch ein, dass es wegen der Grundwasserstände nun doch keine Tiefgarage geben wird. „Die erforderlichen Stellplätze werden jedoch im ebenerdigen Sockelgeschoss untergebracht, einige weitere oberirdisch auf dem Grundstück angeordnet“. Diese geringfügigen Änderungen erfordern aus Sicht der BSU keine erneute Öffentliche Plandiskussion. Für die Anwohner bedeutet dies, dass sie die öffentliche Auslegung der Pläne abwarten müssen. Und die ist laut Dr. Kutz für das 4. Quartal 2014 geplant.   sun

 

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