Gelungen: Carsten Schüler, Thorsten Bierbaum und Frank Zimmermann von der Großstadt-Mission Hamburg-Altona freuen sich mit Johanna Ruoff, Dorothea Urban, dem Architekten Florian Fischötter und Wilfried Hans (GM) über eine gelungene Eröffnung Foto: cd

Ankerplatz für Kinder in Not

Kinderschutzhaus in Schnelsen nimmt bald seine Arbeit auf

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Am 1. September wird das nach der Burg aus Astrid Lindgrens
Buch „Ronja Räubertochter“ benannte Schutzhaus in der Heidlohstraße in
Schnelsen die ersten Kinder aufnehmen.

Fröhliche Eulen, schlummernde Kätzchen und große Fußbälle
schmücken die Bezüge der noch unbenutzten Betten. Schon bald werden hier zehn
Vier- bis Zwölfjährige schlafen, die in ihrem Zuhause nicht mehr sicher
sind.   Deutschlandweit Orte für
misshandelte Kinder zu schaffen, wo sie Schutz und Verständnis erfahren, das
hat sich die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ mit ihrer Gründerin Johanna Ruoff
zur Aufgabe gemacht. Zusammen mit der D. und H. Urban-Stiftung und
ausschließlich durch Spendengelder finanzierte sie den Bau des Hauses.
Empfangen und betreut werden die Kleinen von der Großstadt-Mission
Hamburg-Altona. Dank ausgebildeter Trauma-Therapeuten und jahrzehntelanger
Erfahrung verfügt dieser freie diakonische Träger über das notwendige System,
die oft stark verhaltensauffälligen Kinder zu verstehen, erklärt Carsten
Schüler, der neue Hausherr. Das bedeutet auch: Wenn ein Kind plötzlich
ausrastet,  Rückschlüsse auf seine
traumatischen Erlebnisse ziehen zu können. Oft fehlen derartige Informationen.
Die intensive Begleitung ist für Thorsten Bierbaum von der Hausleitung nur
durch eine Eins-zu-Eins-Betreuung möglich. Dass die Architektur der Mattisburg
einen großen Beitrag zum Wohlbefinden der schutzbedürftigen Mädchen und Jungen  leisten kann, weiß  Architekt Florian Fischötter. So gibt es
einen Kinder- und einen Elternbereich mit separaten Eingängen, um ungewollte
Begegnungen zu verhindern. Und wo immer man im Haus steht, fällt der Blick nach
draußen zu den Nachbarn oder in den großen Garten. Niemand soll sich
eingesperrt fühlen, nur sicher.  In den
Ein- und Zweibettzimmern, der Küche und den Therapieräumen dominieren helle
Farben und natürliche Materialien. Bald werden die kleinen und größeren
Bewohner morgens aus ihren neuen Betten klettern, sich fertig machen für die
nahegelegene Kita oder Schule und vielleicht zum ersten Mal einen
strukturierten Tagesablauf erleben, der ihnen Halt bietet.    cd

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