Gemeinsam feierten die Anwohner der Julius-Vosseler-Straße 73a-w und 75a-s das 50-jährige Bestehen ihrer kleinen Siedlung – mit 101 Jahren ist Luise Schrader (vorne sitzend) die älteste Bewohnerin Foto: sun

Wie ein Dorf in der Stadt

Das Generationswohnen klappt in dieser Siedlung wunderbar

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In der Julius-Vosseler-Straße 73a-w/75a-s feierten Anwohner das 50-jährige Bestehen ihrer Siedlung. Viele der 40 Häuser sind noch heute im Besitz der Familien, die sich damals hier ihren Wohntraum erfüllten.

 

Es waren einmal 29 Familien, die besaßen an der Karlstraße (heute Julius-Vosseler-Straße) ein Stückchen Land und eine kleine Laube. Als Stadtplaner Anfang der 60er Jahre auf die Idee kamen, hier Wohnungen zu bauen, kauften die Familien gemeinsam das gepachtete Land und beauftragten als „Garten- und Wohnungsbauverein“ einen Architekten mit dem Entwurf hübscher, einfacher Häuser.

Weitere Familien schlossen sich an und so entstanden an der kleinen Lokstedter Privatstraße bis 1964 knapp 40 Wohnhäuser, die von einer Mini-Heizzentrale mit Wärme versorgt wurden.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Immer noch ist der Zusammenhalt groß, auch weil 19 Häuschen im Besitz der Familien geblieben sind und nun von der zweiten oder gar dritten Generation bewohnt werden.

Ina Podeschwa (48) ist eine von ihnen. Sie ist hier aufgewachsen, hat 1979 mit gerade mal 14 Jahren das allererste Nachbarschaftsfest organisiert, später das Haus ihrer Eltern übernommen und nun zum 50-jährigen Bestehen der Siedlung wieder zu einem rauschenden Fest eingeladen.

Die Kleinen konnten toben und mit Straßenkreide malen, die Großen beim Kaffee klönen, am Staffellauf teilnehmen oder das Siedlungsquiz lösen, und die älteren Gäste schwelgten in einer Foto-Ausstellung in Erinnerungen.

Später am Abend holte der „Siedlungschronist“ bei Musik und Spanferkel auch noch seine alten Super 8-Filme heraus.

Nach dem Fest war sich Ina Podeschwa einmal mehr sicher: „Etwas Schöneres als dieses Generationswohnen mitten in der Stadt und doch im fast dörflichem Ambiente kann es nicht geben.“       sun

 

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