Mittendrin Kamiar erlebte den Regentag beim Spiel Deutschland-USA rund um und in der Arena Pernambuco in Recife mit

Unser Mann in Brasilien

Student aus Schnelsen bei der Fußball-WM

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Während wir alle gebannt vor dem Fernseher mitfiebern, erlebt Kamiar Yaraghchian die WM in Brasilien hautnah mit. Via E-Mail berichtet der Schnelsener dem Wochenblatt von seinen Erlebnissen.

 

Als Student für Sport, Geografie und Theater auf Lehramt hat Kamiar (27)  mehrfach Brasilien bereist. „Ich habe an der Deutschen Schule in Sao Paulo gearbeitet, ein Jahr Theater bei Recife studiert und an einer Exkursion teilgenommen“, erzählt der Schnelsener. Die Lebensfreude und Leichtigkeit der Brasilianer fasziniere ihn besonders. „Ich habe dort zu meiner Mitte gefunden“, so der Student. „Ich liebe Brasilien sehr. Doch in der Ferne ist mir auch klar geworden, dass Deutschland meine Heimat ist.“

Live dabei im Stadion

Noch bis Ende Juli ist der junge Mann nun wieder im WM-Gastgeberland unterwegs und arbeitet in Recife als Fahrer, Stadtführer und Übersetzer für ARD und ZDF. Die ersten beiden Gruppenspiele erlebte er beim Public Viewing gemeinsam mit gut gelaunten deutschen Fans. Beim dritten Spiel gegen die USA war er live in der Arena Pernambuco mit dabei.

Per E-Mail berichtet er von dem Regendrama in Recife: „Seit Mitternacht regnete es ununterbrochen. Der Regen sickerte sogar in das Wohnzimmer meiner Mitbewohner und die Straßen standen unter Wasser. Viele deutsche Fans verpassten leider das Spiel, da sie nicht rechtzeitig losfuhren und kurz vor Anpfiff der Verkehr komplett zusammenbrach. Dann hieß es auch noch, dass das Spiel vielleicht abgesagt werden soll. Als ich mit Gerhard Delling von der ARD und Kathrin-Müller Hohenstein  vom ZDF sprach, sagten sie, dass sie so ein Chaos um ein Spiel noch nicht erlebt hätten. Als es dann losging, war die Stimmung im Stadion noch verhalten. Ich denke, dass viele Menschen geschockt und müde aufgrund der langen Anreise waren. Aber als Thomas Müller das Tor schoss, änderte sich das natürlich!“

Mit dem Ende der Fußball-WM stehen für Kamiar noch weitere wichtige Aufgaben auf dem Plan. „Denn hier in Brasilien geht es für mich auch und besonders um meine Masterarbeit. Dafür erforsche ich die Auswirkungen der Weltmeisterschaft auf die Stadtentwicklungsprozesse im Land.“ Über die Ergebnisse seiner Arbeit wird das Wochenblatt berichten. moe

 

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