Änderungen im Straßennetz nicht vorgesehen

Öffentliche Plandiskussion zu Schnelsen79

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Der Versammlungsraum im Christopherushaus platzte während der Öffentlichen Plandiskussion zum Bebauungsplanverfahren Schnelsen79 aus allen Nähten.

 

Da zu erwarten war, dass es nicht nur wegen der Außentemperaturen hitzig zugehen würde, war eine ganze Armada an Referenten und Experten angetreten, um die aktuellen Pläne vorzustellen und die Fragen der Anwohner zu allen denkbaren Aspekten wie Verkehr, Naturschutz oder Bodenbeschaffenheit klären zu können.

In den seit mehr als 15 Jahre andauernden Streit um die Bebauung des Areals am nördlichen Königskinderweg war im vergangenen Jahr Bewegung gekommen, nachdem die Bürgerinitiative „Schnelsen79 bleibt Grün“ ihren Widerstand nach Vorlage eines abgespeckten Entwurfs aufgegeben hatte.

BSU-Referatsleiter Reinhard Schier erinnerte daran, dass 1994 noch Geschosswohnungsbau mit 175 Wohneinheiten angedacht war. Aktuell hat sich die Zahl auf 57 Reihen- und Doppelhäuser reduziert. Im Rahmen der ein knappes Jahr zurückliegenden „Kompromissfindung“ hieß es, dass deren Höhe den Umgebungsbauten angepasst werde. Aktuell ist Schier zufolge jedoch „nicht ausgeschlossen, dass zweigeschossige Gebäude plus Staffelgeschoss ermöglicht werden.“ Diese Nachricht kam bei den Zuhörern nicht gut an. „Solche Klötze verändern den Charakter des gesamten Gebiets! Wie können Sie so etwas zulassen?“ ärgerte sich Anwohner Holger Hansen.

Auf ungläubiges Staunen stießen auch die Ausführungen zur jüngsten Verkehrszählung. Laut Thorsten Buch von der Argus Stadt- und Verkehrsplanung könne der auf 310 Fahrten pro Tag geschätzte zusätzliche Verkehr über das bestehende Straßennetz abgewickelt werden. Änderungen seien daher nicht vorgesehen.

 

Lebhaft diskutiert

 

Dafür werden Änderungen am alten Planrecht von 1986 notwendig. Der neue Flächennutzungsplan soll das zurzeit landwirtschaftlich genutzte Gelände in Wohn-, Ausgleichs- sowie Sonderfläche für Sport und Freizeit unterteilen. Der nördliche Teil wird als Ausgleichsfläche für Schnelsen79 und Schnelsen89 (Peter-Timm-Straße) ausgewiesen. Im Anschluss an die Infovorträge wurde lebhaft diskutiert. „Diesen Anschlag auf den letzten intakten Achsenzwischenraum gilt es zu verhindern“, das forderte der Märchenviertelbewohner Heinz-Hermann Hendrich.    löv

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