Nachbars Gärten

Tag des offenen Gartens: Zwei Niendorfer laden zur Besichtigung ein

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Zum 15. Mal zieht sich am Wochenende ein grünes Band durch Hamburg und Schleswig-Holstein: Am „Tag des offenen Gartens“ laden rund 240 Privatgärtner und Gartenbetriebe zur Besichtigung ihrer Grünanlagen ein. Auch zwei Niendorfer öffnen ihre Gartenpforten und zeigen, welche kreativen und  experimentellen Gestaltungsideen sie verwirklicht haben.

 

Cottage-Garten mit Masterplan Bereits bei ihrer ersten Teilnahme im vergangenen Jahr freuten sich Herwyn und Teresa Ehlers über mehr als 250 Besucher. Um ihr renoviertes Siedlerhaus erstreckt sich auf 760 qm ein Grundstück im Stil eines englischen CottageGartens, dem ein Masterplan mit strenger Architektur zugrunde liegt. Aufgelockert wird die symmetrische Gliederung durch die Aufteilung in unterschiedliche Gartenräume, in denen üppiger Pflanzenwuchs gedeiht und allerlei Zierrat arrangiert ist.

Mehr als 80 verschiedene historische Duftrosensorten verwandeln den Garten der Ehlers in ein blühendes Paradies Foto: Ehlers

Der Ehler’sche Garten lässt besonders die Herzen von Rosenliebhabern höher schlagen, denn der Hausherr hat mehr als 80 verschiedene historische Duftrosensorten angepflanzt. Kombiniert werden sie mit vielen bunten Stauden und geschnittenen Formgehölzen wie Eibe und Buchsbaum. Gegen eine Spende werden Besucher mit Tee und Scones verköstigt. Zu kaufen gibt’s getopfte Rosen und frischen Honig aus der eigenen Garten-Imkerei.

 

Am Martensgehölz 19, Öffnungszeiten: Sa. und So.,21. und 22.6., 10 bis 18 Uhr

 

Kontrollierter Wildwuchs

 

Ein völlig anderes Konzept hat Christian Topp in seinem Schrebergarten realisiert. Was wie ein wildes Blütenmeer aussieht, ist in Wirklichkeit gut durchdacht, detailliert analysiert und mit Präzision umgesetzt. „New German Style“ nennt sich das Prinzip, das auf dem 350 qm großen Areal zur Anwendung kam. Der 34-jährige hat Staudenpflanzen nach Lebensbereichen geordnet: Prärie- und Steppenheidepflanzen wachsen in trockenen Bereichen, Schatten- und Wasserpflanzen an feuchten oder dunklen Stellen. Wieseniris, Trollblumen, Purpurglöckchen, Wolfsmilchgewächse, Sterndolde und weitere teilweise seltene Pflanzen sorgen für kontrollierten Wildwuchs. „Durch den scheinbar willkürlichen Mix wirkt ein Garten spannend und bunt, ist aber trotzdem pflegeleicht und robust“, erklärt der junge Landschaftsarchitekt. löv

 

Kamploh, Parzelle 380, Öffnungszeiten: So., 22.6., 10 bis 18 Uhr, Nacht der offenen Gärten am So., 2.8., 19 bis 23 Uhr

 

 

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