Kristallklares Wasser im südpazifischen Tuamotu-Archipel

Seit 2010 zuhause auf allen Ozeanen

Mareike Guhr aus Schnelsen hat ihre Sicherheitszone verlassen und segelt um die Welt

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Sie taucht mit Haien, entdeckt exotische Inseln und ist fast immer in Flip Flops unterwegs – Mareike Guhr aus Schnelsen hat ihren Lebenstraum verwirklicht. Seit 2010 segelt die 45jährige um die Welt.

 

Die blonde Journalistin wirkt zart, aber ein Blick auf ihre kräftigen Hände verrät, dass sie zupacken kann. Das muss sie auch als Skipperin auf dem Katamaran „La Medianoche“, den sie zeitweise alleine steuert. „Ich genieße es, auch mal allein zu sein aber viel lieber teile ich die Eindrücke mit Gästen an Bord. Wenn ich alleine segele, schlafe ich jeweils nur 15 Minuten, das ist sehr anstrengend“, erzählt Mareike Guhr, die für einen Job als Törn-Beraterin zu einem kurzen Aufenthalt in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. „Schnelsen ist meine Basis. Es ist schön, zurückkommen zu können“, sagt die Skipperin. Bald geht es wieder in Neuseeland an Bord, bis 2016 wird sie unterwegs sein.

Das Segeln in der Südsee war der große Traum der Hamburgerin, die als Teenager von ihrem Vater mit dem Segelsport infiziert wurde. „Ich glaube, ich lebe das stellvertretend für ganz viele Menschen, die mich in Gedanken begleiten“, sagt Guhr. „Aber fast jeder kann das machen! Man muss allerdings viel aufgeben, unerschrocken sein, mit der Ungewissheit leben und darf sich keine Gedanken um Familienplanung, Versicherungen und die Rente machen!“ In der Südsee betritt Mareike Guhr Inseln, die fast unbekannt sind. Vor einem Jahr hat sie auf den Galapagos-Inseln tauchen gelernt und schwärmt von der „Wahnsinns-Unterwasserwelt“ im südpazifischen Tuamotu-Archipel. „Nur zwei Meter von mir entfernt sind Haie vorbei geschwommen. Das sind faszinierende Tiere, deren Aggressivität komplett überbewertet wird.“

Im Laufe der Zeit hat die Lebenseinstellung der Tonganer und anderer Südsee-Insulaner auf sie abgefärbt: „Ich bin gelassener geworden und habe etwas von meinem Perfektionismus verloren. Aber mein baskischer Freund findet mich immer noch sehr deutsch“, lacht Mareike Guhr.  mf


Auf welchem Ozean sich Mareike
Guhr gerade befindet und weitere Infos: www.magsail.de

 

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