Rechts gab es früher einen Asphaltstreifen, der sich zum Radeln anbot, nun nutzen die Radfahrer einfach den Gehweg mit – was übrigens verboten ist Foto: sun

Radweg war kein Radweg

Niendorf: Asphaltstreifen auf dem Gehweg wurde entfernt

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Bisher war der Verbindungsweg zwischen Garstedter Weg und Quadenweg optisch dreigeteilt: Plattenweg, Grünstreifen und am Rande ein schmaler Pfad, der durch seine Asphaltierung wie ein Radweg wirkte. Doch der wurde nun entfernt. Warum?

 

Eigentlich bot der Weg genug Platz für alle: Fußgänger waren auf dem Plattenweg gut aufgehoben, Radfahrer auf dem Asphaltstreifen. Und durch das Grün dazwischen kam man sich nicht in die Quere. Damit ist es nun vorbei, denn nachdem der Asphalt entfernt wurde und die Natur sich den Streifen zurück erobert, nutzen viele Fahrradfahrer den Gehweg ganz selbstverständlich mit und klingeln sich notfalls den Weg frei – sehr zum Verdruss der Passanten, die sich erschreckt und verdrängt fühlen.

Radfahren verboten

Doch wie das Bezirksamt auf eine Anfrage der SPD-Fraktion mitteilte, handelt es sich hier um einen reinen Gehweg –das Radfahren ist verboten! Deshalb waren vor längerer Zeit an den Zugängen spezielle Absperrgitter (Hammelsprung) installiert worden. Doch auch die konnten nicht verhindern, dass der Asphaltstreifen als Radweg „missbraucht“ wurde. Zudem soll es wiederholt im Garstedter Weg zu gefährlichen Situationen gekommen sein, weil Radler vom Langobardenweg kommend schnurstracks rüber in den Verbindungsweg fuhren – häufig ohne abzusteigen oder auf den Verkehr zu achten. Seit der Asphaltstreifen weg ist, geht das nicht mehr. Was viele Radfahrer nicht davon abhält, den Verbindungsweg weiterhin zu nutzen, nun eben auf dem Gehweg. Frei nach dem Motto: Was nicht per Schild verboten ist, wird wohl erlaubt sein.

Gesperrt und fast zugewachsen ist der schmale Streifen des Verbindungsweges zwischen Garstedter Weg und Quadenweg, der bisher gerne von Radfahrern genutzt wurde Foto: sun

Ist es aber nicht, wie Ingo Naujokat vom PK 24 betont: „Da dort 50 mal 50er-Betonplatten verlegt sind, handelt es sich baulich um einen Gehweg. Radfahrer dürfen dort nicht fahren. Wer’s trotzdem tut, muss mit einem Verwarngeld in Höhe von 15 Euro rechnen.“  sun

 

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