Das richtige Geschenk Bei ihrem letzten Besuch brachten Astrid Lukas und Dr. Ulf Skirke eine Solarlampe mit ins Dorf, die alle sofort begeisterte und immer noch treue Dienste leistet Foto: privat

Astrid Lukas ist Plan-Patin der ersten Stunde

Die engagierte Niendorferin hat schon Familien in Kenia, Ecuador und Uganda unterstützt und bekommt dafür intensive Einblicke in die Kultur

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25 Jahre alt wird Plan International Deutschland in diesem Jahr. Die Niendorferin Astrid Lukas ist seit der Geburtsstunde der Kinderhilfsorganisation als Patin mit dabei.

 

Sie ist Patin Nummer 37 bei Plan International Deutschland und hat durch ihr Engagement bereits Kindern mit ihren Familien in den Entwicklungsländern Ecuador, Uganda und Kenia unterstützt.

„Bei Plan geht es ja darum, nicht nur eine einzelne Familie sondern mit der Patenschaft eine ganze Region zu unterstützen“, erklärt Astrid Lukas. „Um immer nah dran am Projekt zu sein, werden Brieffreundschaften gepflegt.“ Stolz zeigt sie die beschriebenen und bemalten Blätter von Kache und Erick. Beide leben im kenianischen Projektgebiet Kilifi. „Kache war 2006 unser Patenkind. Berührt hat uns die weise Entscheidung ihrer Mutter. Nach dem Tod ihres Mannes war sie als Wanderarbeiterin tätig. Ihr war sehr wichtig, dass Kache weiter im Projektgebiet lebt, um zur Schule gehen zu können. Eine Freundin nahm Kache auf“, so die Plan-Patin. Bei Erick schloss sie auch seine Schwester ins Herz. „Plan Deutschland hat für das hochbegabte Mädchen durch unsere Anregung den Besuch einer weiterführenden Schule  ermöglicht“, so die Ministerialrätin.

Seit 2012 ist nun die kleine Kenianerin Laura (6) das Patenkind von Astrid Lukas und ihrem Lebensgefährten Dr. Ulf Skirke. Zuletzt war das Paar 2012 in Kenia, hat das Mädchen besucht und sich die Entwicklung der Projekte angeschaut. „Bei Kache wurden mit den Fördergeldern unter anderem eine Gesundheitsstation errichtet, ein Zuchtbulle angeschafft, eine Schule, Wasserleitungen und Latrinen gebaut“, so Ulf Skirke. Nach diesen Erfolgen von Hilfe zur Selbsthilfe, stehen jetzt Umweltschutzprojekte, Schulungen und Aufklärungskampagnen und Kreditunterstützung im Vordergrund.

Geht nicht, gibt´s nicht

Stolz zeigen die Familien bei jedem Besuch das bisher Erreichte. „Als große Afrika-Fans freuen wir uns über diesen intensiven Einblick in die Kultur und das Leben der Menschen“, so Astrid Lukas. Lauras Familie hat eine kleine Landwirtschaft mit Mangobaum und Gemüseanbau. „Für sie ist wichtig, dass sie ihr Auskommen haben und alle füreinander da sind“, so Dr. Ulf Skirke. „Überhaupt können wir in Deutschland eine Menge von ihrer Mentalität lernen. Geht nicht, gibt es dort nicht. Es werden immer Lösungen gefunden und es gibt zahlreiche Ideen. So ist zu Beispiel die Geschichte der Menschen an der Küste von Kenia schon immer durch ein friedliches Miteinander der verschiedensten Kulturen geprägt. Das ist bewundernswert.“

Astrid Lukas und Ulf Skirke sind stolz darauf, Laura und die Familien in der Region auf ihrem Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft zu begleiten. Das Paar kann jedem nur empfehlen, eine Patenschaft zu übernehmen und das Kind auch zu besuchen. „Man bekommt ganz anderen Blick auf die Welt“, sagt Ulf Skirke. „Wir müssen lernen, für jedes Land den eigenen Ansatz zur Entwicklung zu finden. Denn diesen Ländern einfach nur unser Lebensmodell aufzudrängen – das wäre der absolut falsche Weg.“ moe

 

Plan Deutschland

 

Vor 25 Jahren wurde die deutsche Organisation des Kinderhilfswerks Plan International in einem kleinen Büro in Hamburg gegründet. Heute ist Plan in 50 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas tätig und unterstützt mit seinen nachhaltigen Selbsthilfe-Projekten rund drei Millionen Menschen weltweit. Geschäftsführerin Maike Röttger ist übrigens Niendorferin.

Mit einer Patenschaft von 28 Euro im Monat, werden Projekte in der Heimat des Kindes ermöglicht und unterstützt. Viele Teilnehmer nutzen die Chance und besuchen das Patenkind auf eigene Kosten. Plan Deutschland, Tel.: 611 400, Bramfelder Str. 70, www.plan-deutschland.de

 

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