Unruhe bei den Eltern Das plötzliche Aus ihrer Kita am Sachsenweg in Niendorf sorgte für viel Gesprächs- und Diskussionsbedarf Foto: löv

Ein unerwartetes Ende

Kita an der Verheißungskirche muss wegen Baumängeln schließen

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Das Aus kam ganz plötzlich: Nachdem eine Fachreferentin für Arbeitssicherheit am Montag die Kita Verheißung im Sachsenweg inspiziert hatte, folgte unmittelbar an die vom Träger routinemäßig angeordnete Begehung die Schließung der Einrichtung.

 

Laut Uwe Büth, dem Geschäftsführer des Kita-Werks Niendorf-Norderstedt, wurde vor allem die Elektrik als bedenklich eingestuft. Noch am gleichen Tag bezogen Erzieher und Kinder für den Rest der Woche einen Raum im angrenzenden Gemeindehaus. Bei den Eltern der rund 36 betroffenen Kinder sorgte der Schritt für große Unruhe.

„Meine Pflegetochter ist gerade erst eingewöhnt“, bedauert Gabi Mätzold, die ebenso wie Elternvertreterin Cinnamoan Sanne Schwierigkeiten hatte, einen Betreuungsplatz in Niendorf zu finden. Die Kita Verheißung war jedoch nicht voll ausgelastet.

„Wir fragen uns, ob die baulichen Mängel nicht vorgeschoben sind und vielmehr wirtschaftliche Gründe hinter dieser urplötzlichen Schließung stecken“, mutmaßt Mutter Antje Helms. Zu diesen Spekulationen dürfte beigetragen haben, dass die Kita erst vor einem halben Jahr eine Qualitätsprüfung bestanden und das Gütesiegel BETA erhalten hatte.

Klar war jedoch, dass das Gebäude nicht mehr aktuellen Standards entsprach. Daher gab es Pläne, die Einrichtung durch Umbau von benachbartem Pastorat und Gemeindebüros auszubauen und zu modernisieren. Doch der Kirchengemeinderat entschied sich in seiner Sitzung am 5. Mai dagegen.

„Das Betreiben dieser Kita mit nur weiterhin zwei Elementargruppen in den vorgegeben Räumlichkeiten, die den aktuellen Sicherheitsvorschriften und Standards nicht mehr entsprechen, ist  aus sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sinnvoll“, heißt es im aktuellen Eltern-Brief.

Die Betreuung soll weiterhin sichergestellt werden. Mögliche Lösungen wurden auf einem Elternabend am Dienstag vorgestellt. So können Kinder und Erzieher Räume in den Kitas am Markt (Regenbogen) und im Immanuel-Haus nutzen. Zudem soll es Sonderkündigungsrechte und individuelle Gespräche geben.  löv

 

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