Ein symbolischer Akt Bürgermeister Olaf Scholz (Mitte) eröffnet den neuen Funktionstrakt. Dr. Torsten Sevecke, Cord Meyer (Hauptgeschäftsführer Albertinen-Diakoniewerk), Prof. Dr. Fokko ter Haseborg und Tobias Schwarz, (v.li.), schauen zu. Foto: löv

Scholz eröffnet Neubau

Hightech-Funktionstrakt lockt Tausende Besucher beim Tag der offenen Tür ins Albertinen

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Zweieinhalb Jahre lang wurde der Bau des Albertinen-Funktionstrakts in Schnelsen mit einer Webcam dokumentiert und anlässlich der Eröffnung zu einem kleinen Film zusammengeschnitten.

 

Im Zeitraffer gingen die Bauarbeiten schnell und unkompliziert vonstatten. Was aber tatsächlich für ein gewaltiger Kraftakt dahinter steckte, bei laufendem Betrieb „ein halbes Krankenhaus“ abzureißen und an gleicher Stelle schöner, größer und moderner wieder aufzubauen, sprach Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerks, in seiner Festrede an. Dabei dankte er nicht nur den Mitarbeitern für das Arbeiten unter erschwerten Bedingungen, sondern auch den Patienten für ihr Verständnis und der Stadt Hamburg für die finanzielle Unterstützung in Höhe von 49,5 Millionen Euro, ohne die das Bauprojekt nicht hätte realisiert werden können.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) war es dann auch, der das Gebäude mit dem symbolischen Durchschneiden des Absperrbands eröffnete. „Mit dieser Investition bekennt sich Hamburg zu seiner Verantwortung als Gesundheitsstandort und -versorger in der Metropolregion. Wir brauchen Krankenhäuser mit modernen Strukturen, um eine gute Patientenversorgung zu gewährleisten“, sagte Scholz und lobte das vielfältige und hervorragende Versorgungsangebot des Albertinen. 

Top Arbeitgeber

Mehr als 500 geladene Gäste nahmen am offiziellen Festakt zur Eröffnung des Funktionstrakts teil Foto: löv

Auch Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke zeigte sich stolz und dankbar, am größten Krankenhaus des Bezirks, das zu den Top 10 der Arbeitgeber gehöre, den hochmodernen Funktionsbau für Spitzenmedizin einweihen zu können. „Die viel gelobte hohe Lebensqualität Eimsbüttels resultiert immer auch aus der Qualität der medizinischen Versorgung“, konstatierte Sevecke, der ein bestehendes Problem nicht aussparte: Für die angespannte Parkplatzsituation rund um das Krankenhaus müsse im Sinne der Anwohner, Mitarbeiter und Besucher gemeinsam und möglichst schnell eine Lösung gefunden werden.

Sein Wunsch, dass weiterhin „viele, viele Kinder im Albertinen sicher und gesund zur Welt kommen“, dürfte ein Selbstläufer werden. Beim Tag der offenen Tür am vergangenen Sonnabend durfte die Öffentlichkeit den Neubau in Augenschein nehmen. Auf besonders großes Interesse stieß dieses Angebot ganz augenscheinlich bei werdenden Eltern, die in Scharen die mit einem innovativen Farb- und Themenkonzept aufwartende Frauenklinik mit 44 Betten und bis zu fünf Kreißsälen inspizierten. Aber auch sonst waren der Besucherandrang und das Interesse an Architektur, Technik, Räumlichkeiten sowie Leistungs- und Programmangeboten an diesem Tag riesig.

In den nächsten Wochen stehen die Umzüge verschiedener Abteilungen an. Organisation und Arbeitsabläufe müssen dann nach und nach an die neuen Räumlichkeiten angepasst werden. „Es wird ein Haus der kurzen Wege und optimierten Prozesse“, kündigt Krankenhaus-Geschäftsführer Tobias Schwarz an. Anschließend folgen Umstrukturierungen im alten Gebäude. löv 

 

Notaufnahme zieht morgen um

 

Am morgigen Donnerstag zieht die Zentrale Notaufnahme ab 7 Uhr in den neuen Funktionstrakt. Bis Freitag, 16. Mai, um 7 Uhr, wird das Albertinen Krankenhaus in Schnelsen nicht von Rettungswagen angefahren. Akut erkrankte Patienten werden gebeten, in diesen 24 Stunden auf umliegende Kliniken auszuweichen. Am Freitag wird die ZNA um 7 Uhr wieder geöffnet. Dann können Patienten in den topmodernen Räumen des Hightech- Neubaus für menschliche Medizin versorgt werden. 24 Stunden am Tag, 365  Tage im Jahr.

 

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