Viel genutzt Wie sehr Radfahrer den Tibarg schätzen, beweisen die ausgelasteten Fahrradständer Foto: moe

Zentrales Thema Tibarg

Ausschuss diskutiert über Radfahren, Musizieren, Spendensammeln

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Als Tagesordnungspunkt fünf nahm der Tibarg bei der Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt viel Platz und Aufmerksamkeit ein. Denn für viele bereits in der Vergangenheit oft diskutierte Themen wird nach wie vor eine Lösung gesucht.

 

Einer der wichtigen Punkte zu Niendorfs Einkaufsmeile war die Fortführung des Radfahrprojekts in der Fußgängerzone. Roberto Ziemer vom Niendorfer Polizeikommissariat (PK 24) berichtete, dass trotz verstärkter Rad-Nutzung die Unfallzahlen nicht gestiegen seien. „Insgesamt hat sich die Situation verbessert. Die Radler halten in der Mehrzahl den Seitenabstand zu den Fußgängern ein und die Fußgänger sind aufmerksamer.“ Die Ausschuss-Mitglieder, der BID Tibarg und die Arbeitsgemeinschaft der Gewerbetreibenden unterstützt eine Fortführung der Radfahrerlaubnis. Nun soll ein Stimmungsbild von Senioren, Kindern und mobilitätseingeschränkten Passanten eingeholt werden, bevor der Regionalausschuss in seiner  Mai-Sitzung einer weiteren Pilotierung zustimmt oder sich für eine endgültige Genehmigung entscheidet.

Anschließend berichtete Quartiersmanagerin Nina Häder über die Probleme und Beeinträchtigungen des Geschäftsalltags durch andauernde Beschallung durch Straßenmusikanten: „Auch wenn sie alle halbe Stunde 150 Meter weiter ziehen, haben die Ortsansässigen das Gefühl, immer nur zwei bis drei Lieder über acht Stunden lang zu hören.“ Als Lösung wurde bei der anschließenden Diskussion sogar ein „Niendorfer Straßenmusikanten-Casting“ vorgeschlagen, das jedoch in der Umsetzung kompliziert werden dürfte. Mit der Aufgabe, die Möglichkeiten einer Verschärfung der Rahmenbedingungen im Bezirksamt zu prüfen, wurde das Thema vorerst vertagt.

Auch Auflagen für die teils aggressiv agierenden Spendensammler auf dem Tibarg wurden diskutiert. Empfohlen wurde, dass Beschwerden an die Niendorfer Polizei gerichtet werden. Diese würde die Eingaben an das Bezirksamt weitergeben, wo über die Vergabe der Stände entschieden wird.

Der letzte Tibarg-Punkt widmete sich den zwölf Fahrradboxen im Durchgang zum Busbahnhof, die vielen ein Dorn im Auge sind. Nach bisher erfolglosen Gesprächen soll nun eine mögliche Kündigung des Betreiber-Vertrags geprüft werden. moe

 

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