Auf der Hand bei Nabu-Mann Uwe Klock: ein Niendorfer Erdkrötenmännchen Foto: bk

Naturschutzbund im Kröten-Dauereinsatz

Fangeimer und Zäune schützen derzeit wieder Amphibien in Niendorf und Schnelsen vor dem Straßentod

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Schon Ende Februar hatte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) die Amphibienzäune im Niendorfer Gehege und am Stadtrand in Schnelsen aufgestellt, und jetzt ist die Saison voll in Gang.

 

Frösche, Kröten und Molche kommen aus ihren Winterquartieren und wandern zu den Laichgewässern – auch über die Straßen.  Deshalb haben an den Straßen Bönningstedter Weg, Niendorfer Gehege und Vogt-Kölln-Straße die Nabu-Ehrenamtlichen aus der Bezirksgruppe Eimsbüttel Fangzäune und -eimer aufgestellt, damit die Tiere nicht überfahren werden.

Weil schon Mitte Februar zweistellige Tagestemperaturen angekündigt wurden, musste der Aufbau vorgezogen werden. Richtige „Wanderlust“ kommt aber bei den Tieren erst auf, wenn die Nächte warm und feucht sind. Im achten Jahr als Nabu-Helfer mit dabei ist der Niendorfer Uwe Klock, der sich mit den anderen Ehrenamtlichen die viele Arbeit teilt.

„Wir müssen die Fangeimer jeden Tag kontrollieren“, erzählte er dem Wochenblatt, „denn auch wenn kein Wanderwetter herrscht, können ja andere Kleintiere in die Eimer hineinfallen.“

Alle Hände voll zu tun hatte auch Nabu-Kollege Dieter Siebeneicher, der vorige Woche am wanderstärksten Tag 741 Amphibien über die Straße trug. Dort macht der Nabu abends Kontrollen mit Taschenlampen und sammelt die Tiere gegebenenfalls ein.

Autofahrer sollten immer darauf achten, dass sie keine Tiere überfahren – wichtig ist auch, das Tempolimit von 30 km/h einzuhalten, denn viele Amphibien, die nicht überfahren werden, tötet der Strömungsdruck der Autos, der die Tiere zerquetscht.

Wichtig: Spaziergänger im Niendorfer Gehege sollten keine Tiere aus den Sammeleimern herausnehmen, da sie vor dem Transport über die Straße erst noch gezählt werden. bk

 

Infos im Netz unter www.nabu.de/kroetenwanderung

 

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