Schwer einsehbar ist der Garstedter Weg vom Hessenweg aus, seit die Werbetafel dort platziert wurde Foto: sun

Kampf um die Tafel

Obwohl sie die Sicht behindert soll Werbetafel am Garstedter Weg bleiben

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Seit im November an der Ecke Hessenweg eine Werbetafel aufgestellt wurde, fordern Anwohner wegen der starken Sichtbehinderung beim Abbiegen in den Garstedter Weg eine Verlegung des Standortes. Noch ohne Erfolg.

 

Nicht nur beim Niendorfer Wochenblatt häufen sich seit November die Beschwerden der Bürger über diesen Standort, auch Marc Schemmel von der SPD Niendorf bekam solche Anrufe und bemüht sich seither bei der Verwaltung um Versetzung der Stadtinformationsanlage (SIA), wie Tafeln dieser Art im Fachjargon heißen. Seine Handhabe ist ein Beschluss der Bezirksversammlung aus dem Jahr 2012, nachdem vor der Genehmigung zur Aufstellung der SIA der Regionalausschuss Lok­stedt „zu informieren und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen ist“.

Für den Hessenweg meldete er im Regionalausschuss Bedenken an: Die SIA beeinträchtige die Einsicht in den Garstedter Weg erheblich, teilte er mit und bat die Verwaltung wiederholt um Prüfung des Standorts. Wie Thomas Pröwrock, Leiter des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes, dann in der März-Sitzung ausführte, habe die „Überprüfung der fachlichen Abwägung zur Entscheidung für den Standort“ keine Ermessensfehler ergeben. Mit anderen Worten: Die Tafel bleibt, wo sie ist. Und der Autofahrer muss eben besonders aufmerksam sein und „sich in die Kreuzung hineintasten“ – diesen Rat hörten betroffene Bürger von der Polizei schon bei ihren ersten Beschwerden.

Riskantes Manöver

Ein „Hineintasten“ an dieser Stelle erweist sich im Praxis-Test aber als äußerst
riskant, weil manch Auto„nase“ schon halb in die Straße hineinragt, bevor vor allem Links­abbieger aus dem Hessenweg einen Blick auf den Verkehr im Garstedter Weg erhaschen können.

Doch Marc Schemmel gibt so schnell nicht auf. Es geht in die nächste Runde: Mit Hilfe des Hauptausschusses forderte die SPD-Fraktion nunmehr die Verwaltung auf, die Genehmigung für die SIA aufzuheben und für eine Versetzung zu sorgen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Schemmel: „Aus Sicht der Kommunalpolitik ist nicht erkennbar, warum hier eine stark sichtbehindernde SIA stehen muss.“ sun

 

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