Was macht ein BFS?

Aufgaben der Beamten des besonderen Fußstreifendienstes

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Was sie auszeichnet, ist ihr besonderes Engagement für „ihren“ Stadtteil und dessen Bewohner und ihre Liebe zum Beruf. Die Beamten des BFS gehören zu den Imageträgern der Polizei in Hamburg.

 

„Da der Beamte im besonderen Fußstreifendienst (BFS) immer auch Polizeibeamter ist, nimmt er wie seine Kollegen Anzeigen auf und ahndet gegebenenfalls Verkehrsordnungswidrigkeiten“, erläutert Roberto Ziemer vom Niendorfer Polizeikommissariat (PK 24) eine der zahlreichen Aufgaben bürgernaher Beamter. „Unsere BFS kümmern sich um vereinsamte ältere Menschen, die mitunter Probleme haben, das tägliche Leben allein zu bewältigen“, sagt er. Und oft sehen sie als erste, wenn es in der Familie Probleme gibt oder Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind.

Daneben unterstützt der BFS bei personellen Engpässen den Funkstreifendienst, übernimmt Bewachungsaufgaben, zeigt bei Großveranstaltungen Präsenz und regelt bei Ampelausfällen auch mal den Verkehr. Für Ermittlungsdienststellen prüft er Meldeanschriften und Aufenthaltsorte von gesuchten Personen. Er engagiert sich in der Stadtteilarbeit und ist als Cop4U an „seinen“ Schulen Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrer.

„Diese polizeiliche Bandbreite können die Beamten nur deshalb abdecken, weil sie langjährig in verschiedenen Positionen der Polizei tätig waren“, so Roberto Ziemer. Daher ist der Stadtteilpolizist in der Regel zwischen 50 und 60 Jahre alt und aufgrund seiner besonderen Qualifikation vom Dienstgrad her Polizeihauptkommissar oder mindestens Oberkommissar. Viele Bürger kennen die BFS auch unter dem Begriff Bünabe (Bürgernahe Beamte). Nach Ansicht der Polizei sollte aber jeder Polizeibeamte bürgernah sein, deshalb hat sich die Bezeichnung BFS (Besonderer Fußstreifendienst) etabliert. Die Beamten sehen sich selbst aber eher als „Stadtteilpolizisten“. sun

 

 

Die Aufgaben

 

• Gewährleistung sichtbarer bürgernaher Präsenz, insbesondere an örtlichen Brennpunkten und zu Brennpunktzeiten

• Herstellen und Pflegen von Kontakten zu örtlich ansässigen Personen und Institutionen

• Beratung und Auskunft in polizeilichen Angelegenheiten sowie Aufklärung und Infos zur Verhinderung von Straftaten und Verkehrsunfällen, insbesondere bei Senioren

• Treffen von Maßnahmen bei polizeilich relevanten Vorkommnissen

Und das sind die Schnelsener Beamten

Alle BFS-Beamten in Niendorf und Schnelsen sind älter als 50 Jahre und vom Dienstgrad Polizeioberkommissar (POK) oder Polizeihauptkommissar (PHK). Anzutreffen sind sie in ihren „Revieren“, von denen es vier in Niendorf (die stellt das Wochenblatt kommende Woche vor) und drei in Schnelsen gibt. Dort haben sie immer ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen der Bürger.

Schnelsen Süd

PHK Torsten Kühl (55) ist seit 1984 im PK 24 tätig. Als BFS seit sieben Jahren im Einsatz be- treut er Schnelsen Süd. Das Albertinen-Krankenhaus liegt ebenso in seinem „Revier“ wie das Möbelhaus Höffner. Das Gebiet hat klare Grenzen: Im Süden begrenzen die A23 und der Übergang zu Eidelstedt sein Einsatzgebiet, im Westen ist es die Landesgrenze zu Schleswig-Holstein, im Norden die Pinneberger Straße und im Osten die Holsteiner Chaussee. Kühl ist Sicherheitsberater und Cop4U an zwei Schulen.

Schnelsen Mitte

POK Stefan Wesche (51) ist seit 2002 im PK 24 tätig und seit zwei Jahren als BFS im Einsatz. Sein Einsatzgebiet ist Schnelsens Mitte, also genau der Bereich rechts und links der Autobahn, der in Zukunft durch den A7-Deckel wieder zusammenwachsen soll. Die Frohmestraße und die Wählingsallee gehören ebenso dazu wie das Bondenwald-Gebiet an der Friedrich- Ebert-Straße hinter dem Schwimmbad und das Martensgehölz. Auch Wesche ist Sicherheitsberater und Cop4U an zwei Schulen.

Schnelsen Nord

PHK Rolf Köpke (57) ist seit 1978 und damit seit mehr als 36 Jahren im PK 24 tätig. Im BFS-Dienst ist er seit drei Jahren. Sein Gebiet Schnelsen Nord umfasst die Gewerbefläche am Flagentwiet, Modering und IKEA, die Holsteiner Chaussee sowie Burgwedel, wo er sich im gleichnamigen Arbeitskreis engagiert. Weiter zählen das Märchenviertel rund um den Königskinder Weg und große Teile der Oldesloer Straße zu seinem „Revier“. Auch Rolf Köpke ist Sicherheitsberater sowie Cop4U an zwei Schulen. sun

 

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