Superschnelle Lösung

Ab nächster Woche stehen die Taxen am Tibarg Süd statt am Busbahnhof

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„Wo finden die vielen älteren Fahrgäste ein Taxi, während der Busbahnhof umgebaut wird?“ Mit dieser Frage wandten sich die Taxi-Unternehmer Rudolf Gotte und Susann Mater an den zuständigen Landesbetrieb (LSBG )Straßen, Brücken und Gewässer. Zunächst erfolglos, aber dann…

 

Dabei hatten sie weniger für sich selbst gefragt, denn:„Wir können überall stehen“. Ihnen ging es um die viel mehr als 100 älteren Fahrgäste, die Tag für Tag am Niendorfer Busbahnhof in die rund 20 dort wartenden Taxen steigen. Viele sind mit Rollatoren unterwegs, kommen vom Arzt oder schwer bepackt vom Einkaufen und können keine langen Wege mehr bewältigen.

Gotte und Mater hatten daher die Idee, in der Umbauphase am südlichen Tibarg vorübergehend mindestens sechs Standplätze für Taxen einzurichten. Bei einem Treffen vor Ort zeigten sich die Beamten Ingo Naujokat und Rolf Ranz vom PK 24 offen für die Idee. „Wir würden uns kümmern“ so Naujokat, nur sei vorher eine Frage zu klären: „Für das Einrichten der Plätze, also für die Schilder, die Genehmigung usw. müssen wir eine Rechnung schreiben. Wer trägt die Kosten?“

Chance verwirkt?

Noch am Freitag sah es so aus, als gebe es keine Lösung: Beim LSBG, so Susann Mater, habe man ihr erklärt, der Taxen-Verband sei vor der Planung angeschrieben worden, habe aber keine Stellungnahme dazu abgegeben und somit seine Chance verwirkt. „Den“ Taxen-Verband, so Mater, gebe es aber gar nicht. Vielmehr seien es fünf alleine in Niendorf und jeder wirke nur für sich.

Um nicht unnötig Zeit mit der Suche nach dem Schuldigen zu verplempern, wandte sich das Niendorfer Wochenblatt mit der Bitte um eine unbürokratische Lösung an die Behörde. Susann Mater wurde dort ebenfalls noch einmal vorstellig und bat den zuständigen Projektleiter um Unterstützung, während Marc Schemmel von der SPD Niendorf sich darauf vorbereitete, am Montagabend mit einem Antrag im Regionalausschuss den Weg für eine Lösung zu ebnen.

All diese Bemühungen machten offenbar Eindruck. Bereits um 10 Uhr am Montagmorgen kam die erlösende Nachricht aus der Behörde: „Der Platz wird wie gewünscht bereit gestellt, die Kosten tragen wir“, teilte die LSBG-Pressesprecherin Helma Krstanoski kurz und knapp mit.

Bereits an diesem Wochenende, so Susann Mater, wird der „Umzug“ der Taxen vom ZOB zum Tibarg-Süd erfolgen. Ob auch die moderne Rufsäule gleich mit umziehen kann, wird Rudolf Gotte noch klären. sun

 

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