Kurswechsel in der SPD Schnelsen

Matthias Ederhof ist neuer Vorsitzender - Koorosh Armi trat zur Wahl gar nicht an

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Mit Spannung erwartet wurden die Vorstandswahlen im SPD-Distrikt Schnelsen.

 

Im Vorfeld war von Intrigen und dem Wiederaufbrechen des alten Konflikts  zwischen den Lagern des linken Bundestagsabgeordneten Niels Annen und seines ehemaligen Herausforderers Danial Ilkhanipour die Rede, der dem rechten Flügel der Partei zugeordnet wird.

Der Grund: Ilkhanipours Vertrauter Koorosh Armi wollte seinen Posten als Distriktsvorsitzender verteidigen. Anfang Januar tauchte  mit dem erst vor zwei Jahren in die Partei eingetretenen Matthias Ederhof jedoch ein Herausforderer mit Kandidaten für den kompletten Vorstand auf, was das Ilkhanipour- Lager als Kampfansage wertete.

Zum erwarteten „Showdown“ am Montag kam es jedoch nicht. Koorosh Armi trat zur Wahl um den Vorsitz nicht an, sondern schlug den nicht in Schnelsen wohnenden Michael Jankowski vor. Dieser unterlag Matthias Ederhof mit 27 zu 36 Stimmen.

Der neue Distriktsvorsitzende Ederhof freute sich über den Vertrauensbeweis der Mitglieder. Die Schnelsener SPD will der 51-jährige Diplom-Physiker wieder zu einer Mitmachpartei machen. „Ich möchte jeden einladen, ob Mitglied oder nicht, mitzuwirken an den Themen und Projekten, die unseren Stadtteil bewegen!“ Mit einem Verhältnis von 5:4 hat sein Team eine Mehrheit im Vorstand.

SPD-Bezirksabgeordneter Jan Ohmer, der Ederhof nahe steht, bezeichnete die Wahl als „demokratischen Vorgang“. Es sei normal, dass mehrere Bewerber für ein Amt kandidierten.

Koorosh Armi, der einstimmig entlastet wurde, sitzt künftig als Beirat im Vorstand und ist Spitzenkandidat der Sozialdemokraten  auf der Wahlkreisliste Schnelsen für die Bezirksversammlung. löv

 

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