Hielten die Neujahrsansprachen Niendorfs SPD-Vorsitzender Marc Schemmel, Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke und Schnelsens SPD-Vorsitzender Koorosh Armi (v.li.)

Schwerpunktthema Wohnungsbau

Neujahrsempfang der SPD-Distrikte Schnelsen und Niendorf mit über 100 Gästen

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Nach der Wahl ist vor der Wahl. Und so fehlte beim Neujahrsempfang der SPD-Distrikte Schnelsen und Niendorfer im vollbesetzten Clubhaus des TuS Germania ebenso wenig ein Rückblick auf die Bundestagswahlen 2013 wie ein Ausblick auf die parallel zur Europawahl am 25. Mai stattfindenden Bezirksversammlungswahlen in Hamburg.

Auch wenn die SPD bei den Bundestagswahlen hinter ihren Erwartungen geblieben sei, betrachtete Schnelsens Distriktsvorsitzender Koorosh Armi es als Trost, dass die SPD zu­mindest in Hamburg fünf der sechs Wahlkreise direkt gewonnen und Eimsbüttels BT-Kandidat Niels Annen in Schnelsen teilweise mehr als 50 Prozent der Stimmen geholt habe. Inhaltlicher Schwerpunkt seiner Rede war jedoch die Kommunalpolitik, wo Armi die Weiterentwicklung der Stadtteilzentren, die Unterbringung von Flüchtlingen und die Verkehrssituation im Hinblick auf den A7-Ausbau und die notwendige Koordinierung von Baustellen als zentrale Themen nannte.

Grünflächen schützen

Auch für Niendorfs SPD-Vorsitzenden Marc Schemmel ist die Zentrumsentwicklung am Tibarg und die Aufwertung der Flächen in Niendorf-Nord ein zentrales Anliegen. Zudem sprach er sich dafür aus, ausgewiesene Grünflächen vor Bebauung und Besiedlung zu schützen. Gemeinsam mit an­deren Akteuren habe die SPD ein Gehege-Konzept für „Niendorfs grüne Lunge“ auf den Weg gebracht und bereits einige Maßnahmen zur  ökologischen Aufwertung realisiert.

Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke konnte mit „beeindruckenden Zahlen“ beim Wohnungsbau aufwarten. So habe der Bezirk 2012 rund 1100 und 2013 mehr  als 1300 Baugenehmigungen erteilt  und liege weit über dem Soll. Diese Schlagzahlen wolle man beibehalten, auch wenn die Nachverdichtung dazu führe, dass „wir an die Grenzen des Zumutbaren für Bestandsbürger kommen“. Es sei Aufgabe der Politik, Wohnraum für Zuzugswillige zu schaffen. Strategisch einzuplanen seien auch Wohnraumformen und Reserveflächen für die öffentliche Unterbringung von Flüchtlingen. Hierzu werde der Bezirk als erster in Hamburg in den kommenden Wo­­chen eine Planung vorlegen. Zum Schluss wandte er sich an die „Kontrolleure“ der Bezirksversammlung, die in Schnelsen und Niendorf besonders kritisch-hartnäckig seien. Auch wenn dies für das Bezirksamt nicht immer angenehm sei, leisteten sie eine beeindruckende Arbeit, die die Wähler mit einer starken Wahlbeteiligung am 25. Mai wertschätzen sollten. löv

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