Standort Grelckstraße und Behrmannplatz Das Gelände von DRK und THW soll nach den Vorstellungen der Bürgerinitiative zum neuen Lokstedter Zentrum werden

Gesucht: Lokstedts Mitte

Bürgerinitiative macht sich für ein Zentrum am Behrmannplatz stark

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Täglich passieren mehr als 180 000 Autos den Siemersplatz und lassen ihm wenig Raum, ein Treffpunkt in Lokstedt zu sein. Viele Bürger wünschen sich deshalb eine neue Mitte für ihren Stadtteil. Allen voran die Bürgerinitiative „Ein Zentrum für Lokstedt“.

 

Mehr als 450 Interessierte hat die aus knapp einem Dutzend alteingesessener und neuer Lokstedter bestehende „Ini“ bereits versammeln können. Sie ist hervorgegangen aus dem „Lokstedter Forum“ des Bürgerhauses und setzt sich für eine Stadtteilmitte am Behrmannplatz ein: Das alte Lokstedter Dorfzentrum soll zum Ort der Begegnung werden und nicht nur Wohnungsbau beherbergen, wie es die bisher vom Bezirk und von der Politik favorisierten Pläne vorsehen.

Seit das DRK 2012 seine Verkaufsabsichten zurückzog, lagen die Pläne zur Bebauung dieser und der benachbarten THW- Flächen auf Eis. Als dann bekannt wurde, dass zumindest das THW an einen Wegzug denkt, war der Zeitpunkt zum Handeln da. Die Ini ist überzeugt, dass beide Grundstücke nur im Verbund eine letzte Chance auf ein Zentrum und angemessene Versorgung für Lokstedt bieten können. Sie gemeinschaftlich neu zu beplanen, ist daher das erklärte Ziel.

Kernstück der Ideensammlung für die Neugestaltung ist eine lichtdurchflutete Markthalle mit Ständen, an denen es Bio-Produkte aus der Region und Snacks gibt. Eine Halle mit Restaurants, Cafés und einem attraktiven Mix an Geschäften. Davor ein begrünter Platz mit Sitz- und Spielmöglichkeiten, der mit Veranstaltungen zu einem Ort für Information und Diskussion wird. Parkplätze wären ebenfalls wichtig.

Voraussetzung wäre allerdings ein erneuter städtebaulicher Wettbewerb und Änderungen am Bebauungsplan. Nachdem erste Gespräche mit politischen Vertretern viel versprechend verliefen, denkt man nun im Bezirksamt über Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung nach. Die Bürgerinitiative möchte sich derweil noch etwas besser aufstellen – als Verein oder in anderer sinnvoller Weise. Infos www.zentrum-lokstedt.de  sun 

Dokumentiert Die in Gemeinschaftsarbeit mit vielen Bürgern gesammelten Wünsche und Ziele für das Zentrum in Lokstedt

Viele Bedürfnisse, ein Standort – Interview zum Thema

 

Mehr als 450 Interessierte hat die Bürgerinitiative „Ein Zentrum für Lokstedt“ bereits um sich versammeln können – und es werden täglich mehr. Doch wofür setzen sich diese Bürger eigentlich ein? Wochenblatt-Redakteurin Silke Schlüter sprach mit Dr. Helmut Bott, Freigang Müller und Martina Wiecha, die zum Kern der Gruppe gehören.

 

Niendorfer Wochenblatt: Wer steht hinter der Initiative?

Ini: Alteingesessene und neu zugezogene Lokstedter. Unsere Bürgerinitiative ist aus dem „Lokstedter Forum“ des Bürgerhauses hervorgegangen. Wir setzen uns für eine anziehende Stadtteilmitte am Behrmannplatz ein: Im alten Lokstedter Dorfzentrum soll endlich wieder ein Ort der Begegnung entstehen.

 

NW: Wie soll das gehen?

Ini: Die Grundstücke von DRK und THW bieten im Verbund eine letzte Chance auf ein Zentrum und angemessene Versorgung für Lokstedt. Sie gemeinschaftlich zu beplanen – das nicht nur mit Wohnungsbau  – muss das Ziel sein, zu dem sich Politik und Verwaltung klar bekennen.

 

NW: Was schwebt Ihnen vor?

Ini: Kernstück ist eine Licht durchflutete Markthalle mit Ständen, die regionale Bio-Erzeugnisse und leckere Snacks anbieten, mit Restaurants und Cafés und einer attraktiven Mixtur an Geschäften. Davor sehen wir einen Platz mit Bäumen, Sitzmöglichkeiten und kreativen Spielbereichen für Kinder und Jugendliche. Ein Veranstaltungsprogramm soll das Zentrum zu einem Ort der Information und Diskussion machen. Außerdem brauchen wir ausreichend Parkplatzflächen. Die Markthalle mit Dorfplatz, Grelckstraße und die Grünzüge bieten sich künftig ideal zum Flanieren und Verweilen an.

 

NW: Die nächsten Schritte?

Ini: Wir stellen uns neu auf, ob als Verein oder in anderer Weise, das ist noch nicht ganz klar. Dann brauchen wir einen erneuten städtebaulichen Wettbewerb, in dem die Ziele auch berücksichtigt werden. Voraussetzung ist ein neuer Bebauungsplan. Der alte Entwurf stellt die Bebauung der Flächen mit Stadthäusern in den Vordergrund. Der neue Plan soll auf den Kernbau eines Zentrums mit Wohnungen und mit einer Quartiersgarage ausgerichtet werden. In dem gesamten Prozess sind die Lokstedter mit den modernen Mitteln der Bürgerbeteiligung einzubeziehen. sun

 

 

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