Auf dem brach liegenden Grundstück am Hagendeel sollen Unterkünfte mit 288 Plätzen für Flüchtlinge und Wohnungslose entstehen

Neue Flüchtlingsunterkunft

Am Hagendeel sollen Flüchtlinge und Wohnungslose unterkommen

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Die Zahl der Flüchtlinge in Hamburg steigt. Rund 3700 weitere Plätze müssen geschaffen werden. Auch am Hagendeel in Lokstedt ist eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge und Wohnungslose geplant. 

 

Auf 10 851 Plätze für Flüchtlinge und Obdachlose konnte Hamburg seine Kapazitäten bis Ende 2013 erhöhen, so die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI). Das reicht aber noch nicht: Laut einer Bedarfsprognose müssten 2014 rund 3700 Plätze hinzukommen. In Lokstedt soll nach Auskunft der BASFI neben der bestehenden an der Lokstedter Höhe eine weitere Unterkunft auf einer Teilfläche des Flurstückes Lok­stedt 191 zwischen Hagendeel und Alter Kollau, südlich des Betriebshofes des Bezirks Eimsbüttel mit 288 Plätzen für Flüchtlinge und Wohnungslose entstehen. Derzeit verhandelt die Behörde noch mit den Eigentümern der Fläche und den bezirklichen Stellen. Geplant ist eine längerfristige Nutzung von zunächst mindestens zehn Jahren.

Gelände aufschütten

Die Menschen sollen feste Unterkünfte beziehen, keine Notunterkünfte. Da an der Kollau Überschwemmungsgefahr besteht, müsste der Boden für die zweigeschossigen Bauten aufgeschüttet werden.  Eine Gefahr durch Bodenbelastungen – wie dies an der geplanten Unterkunft am Offakamp der Fall war – besteht laut BASFI am Hagendeel nicht. Auch spräche laut BASFI keine Beschränkung gegen eine soziale Einrichtung in dem Gewerbegebiet.

Das Anhörungsverfahren in der Bezirksversammlung wurde eingeleitet. Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung hat dies am 16. Januar zur Kenntnis genommen und nun vier Wochen Zeit zur Stellungnahme, soweit kein Einvernehmen besteht. Sobald konkrete Informationen vorliegen ist eine Anhörung für die Anwohner geplant.

Sozial-Senator Detlef Scheele bezeichnet den Ausbau der Plätze als Herausforderung, gibt sich aber zuversichtlich: „Daran trägt auch das beeindruckende Engagement vieler Hamburger einen Anteil, die sich ehrenamtlich um die Zugewanderten kümmern und ihnen helfen, in Hamburg Fuß zu fassen.“  mf

 

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