Ortstermin Mit Erwin Pridzuhn (li., IG Feldhoopstücken) und Anwohnern sprach der CDU-Bezirksabgeordnete Carsten Ovens (2.v.li.) über die Pläne für die Grünfläche

Finger weg von der Wiese

Die IG Feldhoopstücken wehrt sich weiter gegen die Bebauung

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Nachdem die Pläne zur Bebauung einer Brache in der Straße Feldhoopstücken lange ruhten, scheint die Fläche nun erneut ins Visier der Stadtplaner zu rücken. Das ruft die Gegner von damals wieder auf den Plan.

 

Nur wenige Schritte von der Grelckstraße entfernt hat sich die Sackgasse in den letzten Jahren zu einem belebten und beliebten Wohnquartier entwickelt. Die dicht an dicht stehenden Wohnblocks und die zahlreich parkenden Autos am Straßenrand ergeben ein Bild, das mit „nett, aber eng und voll“ zu beschreiben wäre.

In diesem Umfeld wirkt die einzig verbliebene freie Wiese zwischen den Häusern 45 und 47 wie eine unverzichtbare Oase für Spaziergänger, spielende Kinder und Gassigeher. Sieben Jahre ist es her, dass diese 5400 Quadratmeter große Brache mit dem Bachlauf am Rand – ursprünglich als Marktfläche geplant – in die Schlagzeilen geriet, weil hier laut B-­ Plan-Entwurf Lokstedt 55 drei weitere Gebäude mit 40 bis 50 Wohnungen entstehen sollten. Doch vorerst blieb es bei der Absicht: Das Verfahren ruhte, seit die IG Feldhoopstücken erfolgreich intervenierte.

Es geht wieder los

Erwin Pridzuhn sammelte damals mehr als 600 Unterschriften und jede Menge Argumente gegen dass Vorhaben. Seine Ordner kommen vielleicht bald wieder zum Einsatz, denn die Wiese steht nun als Potenzialfläche im Wohnungsbauprogramm. Das heißt, dass der ruhende B-Plan offenbar erneut das Interesse der Stadtplaner geweckt hat.

Diese Vermutung nährt ein Schreiben, das Carsten Ovens (CDU) vorliegt. Als kürzlich am Rand der Fläche fünf Weiden gefällt wurden, fragte er nach den Gründen. Die Antwort der Verwaltung enthielt neben der Info, dass die morschen und vom Pilz befallenen Bäume eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellten, einen Passus, nachdem es von Seiten des Grundeigentümers Bestrebungen gebe, das Planverfahren weiter zu führen.

„Die IG wird jedenfalls weiter gegen die Bebauung kämpfen“, sagt Erwin Pridzuhn, der hier am liebsten ein Biotop mit einem Holzhaus für eine Kita oder Ähnliches sehen würde.

Bei einem Vor-Ort-Termin sagte Ovens zu, dass die CDU die Sorgen der Quartiersbewohner sehr ernst nimmt und alle Möglichkeiten prüfen wird: „Trotz des notwendigen Wohnungsbaus darf nicht jede verbliebene Grünfläche einfach überbaut werden.“ sun

 

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