Katastropheneinsatz 2013 Noch ganz frisch in Erinnerung ist dem Team um Thomas Tröbs (Mi.) das Elbe-Hochwasser im Sommer, bei dem die Männer Hilfsgüter nach Sachsen und Sachsen-Anhalt gefahren haben Fotos: Wolfgang Huppertz

Gerüstet für 6000 Menschen in Not

Ein Blick in das riesige Katastrophenschutzlager des Roten Kreuzes am Behrmannplatz in Lokstedt

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Der Taifun auf den Philippinen hat gerade erst gezeigt, wie schnell man Opfer einer Kata­strophe werden kann. Grund genug, mal einen Blick in das Katastrophenschutzlager des DRK in Lokstedt zu werfen.

 

In den Hallen am Behrmannplatz lagert eine kleine Stadt, die im Falle einer Katastrophe im Nullkommanichts aufgebaut ist. Bis zu 6000 Menschen könnten in Zelten und Notunterkünften mit allem versorgt werden, was zum Überleben notwendig ist.

Logistikleiter Thomas Tröbs weiß, was wo in den Regalen liegt – und dass er sich auf sein Team verlassen kann. 30 Helfer sind sofort verfügbar, weitere 120 Kräfte können in kürzester Zeit nachrücken. In ganz Hamburg sind es mehr als 600 Katastrophenschutzhelfer.

Und jeder weiß, was zu tun ist. Ein Feldbett ist in zwei Minuten aufgebaut, Hygienesets mit Zahnputzzeug und Seife sind im Handumdrehen gepackt, ebenso Schlafsäcke, Decken und Planen, das Sanitätsmaterial und das Werkzeug sowie die Trinkwasseraufbereitung.

Neben Helfern und Fahrern gehören Sanitäter und Ärzte zum Team sowie Experten für Logistik und Kommunikation, eine Rettungshundestaffel und ein Kriseninterventionsteam zur psychologischen Betreuung, Wasserwacht und Suchdienst.

„Unser Lager ist aber nicht nur für Einsätze in Hamburg gedacht“, sagt Anton Rathgeb, der stellvertretende DRK- Katastrophenschutzbeauftragte. „Bei Bedarf verschicken wir die Güter auch ins Ausland.“ So wie beim Erdbeben in Pakistan und Haiti und beim Tsunami in Japan. „Dort waren auch DRK-Spezialisten aus Hamburg im Einsatz“, so Thomas Tröbs. Noch ganz frisch in Erinnerung ist das Hochwasser im Sommer, bei dem die Helfer umfangreiche Hilfsgüter an die Elbe und nach Sachsen gefahren haben.

Neben den Hilfsgütern warten in der Halle diverse Fahrzeuge auf ihren Einsatz, darunter Stromaggregate und ein Küchen-Container, in dem für 1200 Menschen Essen gekocht werden kann – Eintopf im Notfall, für andere Zwecke auch Menüs.

Das DRK ist damit vor Ort auf jede denkbare Notlage bestens vorbereitet. Im nächsten Jahr soll aber auch viel gefeiert werden, denn der Landesverband Hamburg wird 150 Jahre alt. Ab Februar wird es anlässlich des Jubiläums in und um Lokstedt viele Aktionen geben. sun    

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