Nur über Umwege erreichbar

Frohmestraße ist bis 20. Dezember von Süden nur über Umwege erreichbar

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Die plötzliche Einbahnstraßen- Regelung auf der Brücke der Frohmestraße hat Anwohner und Geschäftsleute kalt erwischt. Einmal mehr fühlen sie sich schlecht informiert und vor vollendete Tatsachen gestellt.

 

Mitten im Weihnachtsgeschäft herrscht auf der Frohmestraße erstaunlich viel Ruhe. Vor den Läden gibt es freie Parkplätze und das Überqueren der stark frequentierten Einkaufsstraße ist gefahrlos möglich.

Existenzbedrohend

Doch diese Ruhe wird für die Geschäftsleute in Schnelsen immer mehr zur Existenzbedrohung. „Seit dem Beginn der Bauarbeiten haben wir deutlich weniger Kunden“, das sagen fast alle. Und sie finden es unerhört, dass bei allen Maßnahmen im Vorfeld des A7-Ausbaus bisher schlecht bis gar nicht informiert wird.

Als Heinrich Stehr letzte Woche zu seinem Brillenstudio fahren wollte, versperrte ihm plötzlich ein Schild den Weg über die Brücke. Dabei hatte es immer geheißen, dass sie während der gesamten Bauzeit beidseitig passierbar bleiben würde – gegebenenfalls mit Ampeln. Stattdessen wurde der Bereich nun unvermittelt zur Einbahnstraße erklärt, so dass die Frohmestraße von der City aus nur über den Schleswiger Damm angesteuert werden kann.

Auch Fahrradhändler Thorsten Wulff und Modefachfrau Barbara Poser hörten solche und andere Beschwerden. „Wenn wir dann wenigstens erklären könnten, was es für Probleme gibt… aber wir wissen oft ja selbst nichts“, so die Kritik.

 

Schilderwald vor der Brücke Frohmestraße

Ursache der unerwartete Einbahnstraßen-Regelung war übrigens die Wasser-Leitung, die derzeit an die Behelfs-Trasse über der A7 angeschlossen wird: Sie lag nicht am vermuteten Platz. Daher musste das Baufeld auf der Brücke erweitert und diese halbseitig gesperrt werden.  „Voraussichtlich am Freitag, 20. Dezember, kann die frisch asphaltierte Fahrbahn wieder freigegeben werden“, so Ole Braukmann, Sprecher bei Hamburg Wasser. Bis dahin sollten Buskunden mit dem Ziel Frohmestraße besser nicht mit dem 5er-Bus fahren, sondern eine andere Linie wählen. So beschwerten sich beim Raumausstatter Simon Helm Kunden darüber, dass der 5er- Bus Richtung Burgwedel nicht mehr durch die Frohmestraße fährt und sie am Bondenwald-Bad oder am Burgwedelkamp aussteigen sollten – sie hatten fast 1,5 Kilometer Fußweg hinter sich und waren entsprechend sauer.

Mittlerweile ist zwar zumindest eine Zusatzhaltestelle vor dem Hotel Zeppelin eingerichtet. Dennoch war bis Redaktionsschluss auf den Internetseiten der Hochbahn, des HVV und von bahn.de nirgends ein Hinweis darauf zu entdecken, dass die Buslinie 5 nicht durch die Frohmestraße fährt. Hochbahn-Sprecherin Maja Weihgold versprach dem Wochenblatt gegenüber Besserung und gab an, dass „technische Probleme“ vorlägen. Sie versicherte aber, dass in den 5er-Bussen immer per Lautsprecher darauf hingewiesen werde, dass man zur Frohmestraße umsteigen müsse (zum Beispiel auf die Linie 191). Ein Splitten der Linie 5 in zwei Teile mit kürzeren Fahrzeugen ab Niendorf Markt durch den Wählingsweg zur Frohmestraße sei nicht möglich, weil dafür in der Hauptverkehrzeit die Fahrzeugkapazität nicht ausreiche, erklärte Maja Weihgold.    sun

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