Bereitet gerade den Lokstedter Abend am 21. Februar vor: Joerg Kilian

Ein Weltenbummler mit Liebe zum Lokalen

Der Lokstedter Joerg Kilian engagiert sich für seinen Stadtteil

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Der Blick aus seinem Arbeitszimmer ist vertraut und doch neu. Nach Auslandsaufenthalten und bewegten Zeiten ist Joerg Kilian (55) zurück in sein 1891 erbautes Elternhaus in Lokstedt gezogen.

 

„Als ich klein war, konnte man hinten auf der Wiese noch Milch holen. Als unser Haus gebaut wurde, stand in der näheren Umgebung nur die Amsinck Villa“, erinnert sich der Designer, der auf dem Grundstück der Gärtnerei Kilian, Hinter der Lieth aufwuchs. Stadtteil-Engagement lebte ihm seine Mutter Hannelore vor, die im Bürgerhaus Lokstedt aktiv war. Joerg Kilian zog es nach der Lehre bei Beiersdorf aber erst einmal in die Welt. Eine Liebe in Frankreich führte ihn nach Norwegen, wo er seinen Berufstraum verwirklichte und Grafikdesign studierte. 1989 kehrte Kilian nach Hamburg zurück, arbeitete in einer Designagentur, als Freelancer und Lehrbeauftragter und gründete eine Werbeagentur. 

In China lernte er seine zweite Frau Li Yang kennen, mit der er bis 2012 in Eidelstedt lebte und auch an deutsch-chinesischen Projekten arbeitete. „Eine Karriere habe ich nie geplant, aber immer meinen Beruf als Berufung verfolgt“ bilanziert er. Ein Auftrag für den Kulturpalast Billstedt weckte 2001 die Leidenschaft fürs Lokale, 2008 wurde Kilian Vorstandsvorsitzender des Eidelstedter Bürgerhauses. Diesen Posten gibt er nach seinem Umzug in sein Lokstedter Elternhaus jetzt ab und und konzentriert sich auf seine Mitarbeit im Geschichtsverein Forum Kollau, dessen zweiter Vorsitzender er ist: „Die anderen Kollau-Anrainer, Eidelstedt und Stellingen, würde ich gerne dazu gewinnen. Aber nicht nur die Kollau, auch andere Gräben trennen unsere Stadtteile. Die möchte ich überwinden.“ Für Lokstedt wünscht er sich ein Zentrum und „dass Visionen nicht be­­graben werden, bloß weil das Geld gerade fehlt.“ mf

 

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