Aufgepasst Autofahrern in Richtung City wird am Siemersplatz volle Konzentration abverlangt - Rechtsabbieger müssen die Busspur kreuzen, Linksabbiegern wird erst hinter der Kreuzung eine Abbiegemöglichkeit angeboten

Verkehrsplanung in der Kritik

Berzirksversammlung: Über den Siemersplatz lässt sich prima streiten

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Die „Aktuelle halbe Stunde“ der Bezirksversammlung sollte der Verkehrsplanung im Bezirk Eimsbüttel gewidmet werden. Am Ende wurde es eine Abrechnung mit dem Siemersplatz.

 

Die Kritik von Carsten Ovens (CDU) an der Verkehrsplanung in Hamburg bildete den Auftakt zu einer Reihe von Themen, bei denen in der Hitze der Debatte der rote Faden verloren ging.

Der Bezirksabgeordnete nannte einige Baumaßnahmen im Bezirk, bei deren Planung Bezirksamt und Fachbehörden nicht genug Hand in Hand gearbeitet hätten oder die Kommunikation wenig bis gar nicht bürgerfreundlich verlaufen sei. Auf Anfragen gäbe es oft nur lapidare bis falsche Antworten, so Ovens.

 

„Politikverdrossenheit be­kommt auf einmal eine verständliche Ursache“, folgerte Ovens und kam dann auf den Siemersplatz zu sprechen, der jetzt nach der Fertigstellung selbst für geübte Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung darstelle. Eine fiese kleine Stichelei gegen den Bezirksamtsleiter, dem Ovens bei der Erledigung seiner orginären Aufgaben die Unterstützung der CDU anbot, rief die SPD auf den Plan. Peter Schreiber monierte diese „rhetorische Keule“: Der Umbau sei viel besser gelungen, als er geredet würde, und „die Staus sind wie weggeblasen.“

Diese Behauptung sorgte für lautstarken Unmut unter den Zuhörern, von denen viele auf der Fahrt zum Bezirksamt den Siemersplatz nur mit ganz viel Ausdauer und lädierten Nerven hatten passieren können. 

Wie Hans-Hinrich Brunkhorst (CDU) berichtete, führe die Unkenntnis über die neue Art des Linksabbiegens auch dazu, dass viele an der Kreuzung erst einmal geradeaus weiter fahren, um dann spätestens an der Shell-Tankstelle unerlaubt unverhofft zu wenden – damit entstünde auf der Kollaustraße ein neuer Unfallschwerpunkt.

Lutz Schmidt (FDP) lenkte den Fokus zurück aufs eigentliche Thema der Runde: Die KOST, die in Hamburg für die Baustellen-Koordinierung zu­ständig ist, sei zu schlecht ausgestattet. „Maßnahmen werden einfach nur noch hoch oben geplant und durchgezogen, ohne im Bezirk noch einmal nachzufragen“, knüpfte er zum Schluss und als einziger Redner konstruktiv an die Kritik von Ovens an.  sun

 

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