Diskutierten im Körber Forum: Julian Petrin, Torsten Sevecke, Peter Ulrich Meyer und Angelika Gardiner (v. li. n. re.)

Bauen ja, aber nicht vor der eigenen Haustür?

Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke diskutierte im Körber Forum

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Jährlich 6000 neue Wohnungen hat der Senat den Hamburgern versprochen. Die Bauprojekte führen jedoch häufig zu Interessenskonflikten zwischen Nachbarn und Politik. Ob und wie Bürger sich einbringen sollen stand im Fokus der Diskussion im Körber Forum am 26. November.

 

Neben Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke (SPD) diskutierten Stadtplaner Julian Petrin vom Netzwerk „Next Hamburg“ und Angelika Gardiner vom Verein Mehr Demokratie mit Moderator Peter Ulrich Meyer vom Hamburger Abendblatt. Es ginge darum, 6000 Baugenehmigungen pro Jahr zu vergeben, nicht Wohnungen zu bauen korrigierte Sevecke gleich zu Beginn. Und gestand selbstkritisch, in jüngster Vergangenheit die Bürgerbeteiligung auch schon mal „mit Füßen getreten zu haben“, da etwa bei der Unterbringung von Flüchtlingen schnelle Entscheidungen gefragt seien. Insgesamt stellte er seinem Bezirk aber ein gutes Zeugnis aus: „Wir haben laufend 20 Bürgerbeteiligungsverfahren, von der Spielplatzplanung bis zum Uni-Umbau“. „Eimsbüttel ist weit vorn“, fand auch Stadtplaner Petrin, prangerte aber an, dass Hamburg kein Stadtentwicklungskonzept habe. Er plädierte für die Stadtentwicklung von unten, denn „die Stadt von morgen entsteht in den Nachbarschaften, nicht von oben nach unten!“. Unhaltbar fand Angelika Gardiner die Diffamierung, dass Bürger nur Partikularinteressen vertreten würden und stellte die Instrumentarien Bürgerbegehren und –entscheid vor. Das Publikum, zu einem Drittel aus Eimsbüttel, diskutierte lebhaft mit.   mf

 

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