Messe-Geschäftsführerin Steffi Kranawetter und Ikea-Chef Udo Knappstein brachten im Gespräch mit Norbert Hogreve (BWVI, Mitte) ihre Bedenken und Anregungen bezüglich des A7-Ausbaus zum Ausdruck

Schnelsens Delegation vor Ort

Hochkarätige Infoveranstaltung der Handelskammer Hamburg zum bevorstehenden A7-Ausbau

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Um weitere Einzelheiten zu den Bauphasen und den Verkehrsbeeinträchtigungen rund um den A7-Ausbau zu bekommen und um die Interessen von Schnelsens Wirtschaft zu vertreten, nahm eine Delegation von Geschäftsleuten aus dem Stadtteil vergangene Woche an einer Infoveranstaltung der Handelskammer Hamburg teil.

 

Aus der ganzen Stadt waren rund 150 Unternehmer erschienen, um vor Vertretern des Generalplaners DEGES und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) Fragen zu stellen, Sorgen zu äußern und Handlungsoptionen zu diskutieren.

Mehr geht nicht

In seiner Begrüßung betonte Michael Eggenschwiler, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Handelskammer, die ohne jeden Zweifel bestehende Notwendigkeit des „Dekadenprojekts“. Die A7 als wichtigste überregionale Nord-Süd-Verbindung sei unverzichtbar für die Abwicklung der Transitverkehre, jedoch im Hamburger Abschnitt zwischen Othmarschen und der Landesgrenze mit täglich bis zu 134 000 Fahrzeugen längst an den Kapazitätsgrenzen angelangt.

Norbert Hogreve, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenwesen in der BWVI, und Bernd Rothe, Technischer Prokurist der DEGES, beschrieben die Ausbauphasen und stellten die geplante Verkehrsführung im Baustellenbereich vor.

Auf besonderes Interesse stießen Rothes Ausführungen zum großräumig geplanten Verkehrsmanagement, das unter anderem mo­bile Stauwarnanlagen, eine Verkehrsdatenerfassung mit Situationsanzeigen im Abstand von maximal 2,5 km sowie drei „Netzbeeinflussungsanlagen“ am Horster Dreieck, Buchholzer Dreieck und in Neumünster Süd zur Empfehlung von (eingeschränkten) Ausweichrouten vorsieht.  Als weiteren Punkt zur Entlastung des Autobahnverkehrs nannte er die Stärkung des ÖPNV, die Koordinierung mit anderen Infrastrukturmaßnahmen, Konzepte zur Reisezeiterfassung über BlueTooth und eine länderübergreifende Informationspolitik.

Neue Ideen

Logistikunternehmer Hans Stapelfeldt formulierte Ideen zur Verkehrsentlastung wie die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, die Verlagerung des Wirtschafts- und Lieferverkehrs in staufreie Zeiten, die Förderung alternativer Verkehrsmittel und Bonussysteme für „Rush- Hour-Entlaster“.

In der anschließenden Diskussion konnten die Zuhörer Stellung zu den Plänen nehmen. Steffi Kranawetter, Geschäftsführerin der MesseHalle Schnelsen, bat um frühzeitige und einheitliche Informationen sowie um einen zentralen Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Großbaustelle. Rothe stellte in Aussicht, dass es auf Hamburger Seite einen Verkehrskoordinator mit weitreichenden und übergreifenden Kompetenzen geben soll. Kranawetters Wunsch nach einer Bekanntgabe der Termine, an denen die Autobahn oder die zum Erreichen der Messe wichtigen Zufahrtsstraßen gesperrt werden, konnte noch nicht entsprochen werden, da erst das Vergabeverfahren für das ÖPP-Projekt (öffentlich-private Partnerschaft) abgeschlossen werden muss. Die Zuschlagerteilung an das Firmenkonsortium, das den Bau vornehmen wird, soll im Mai 2014 erfolgen. Mit einem Baubeginn am Abschnitt Schnelsen ist frühestens ab September 2014 zu rechnen. Jenseits der institutionellen Akteure sollen die Gespräche mit den von den Baumaßnahmen betroffenen Unternehmen fortgesetzt werden, sobald der konkrete „Fahrplan“ feststeht. löv

 

Wegen großer Nachfrage soll die Veranstaltung am 18. 2. wiederholt werden. Die Vorträge sind unter der Kurz-URL http://cutin.de/Be5 zu finden

 

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