Hilfsbereitschaft ohne Grenzen

Kinderkrankenschwester aus Schnelsen half hungernden Kindern im Südsudan

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Die Weihnachtszeit öffnet Herzen und Geldbörsen. Die Spendenbereitschaft ist groß. Doch wie kann man sicher sein, dass das Geld in die richtigen Hände kommt? In unserer Weihnachtsserie haben wir Niendorfer, Lokstedter und Schnelsener gefragt, wem sie ihre Spenden anvertrauen.

 

Um einmal für „Ärzte ohne Grenzen“ im Einsatz zu sein, tauschte Sigrid Köck-Sauvagerd neun Monate lang ihr komfortables Leben in Schnelsen mit Haus, Job und Mann sowie zwei jugendlichen Töchtern gegen eine anstrengende Arbeit und einfachste Wohnverhältnisse. Für die weltweit bekannte Hilfsorganisation ging die Kinderkrankenschwester und Pflegedienstleitung des Vereins „Häusliche Kinderkrankenpflege Hamburg“ im Oktober 2012 in den Südsudan, wo sie das Ernährungszentrum in einem Krankenhaus  leitete.

Die meisten ihrer überwiegend kleinen Patienten litten an massiven Durchfallerkrankungen, schweren Infektionen und Unterernährung. Oft warteten morgens hunderte Menschen auf ärztliche Hilfe. Tägliches Arbeitsutensil war ein Maßband, mit dem am Oberarm sehr schnell der Grad der Unterernährung festgestellt werden konnte. Lag das Ergebnis noch im „gelben  Bereich“, konnten die Patienten in der Regel mit einem Vorrat an „plumpy nut“ – einer Erdnusspaste, die als Aufbaunahrung dient – wieder nach Hause geschickt werden. Je rötlicher die Farbe auf der Skala wurde, desto akuter war der Behandlungsbedarf.  Mit Medikamenten und über einer Feuerstelle aufgekochter Milch wurden die kleinen Patienten im Krankenhaus aufgepäppelt.

Maßband und Erdnusspaste als Aufbaunahrung: Wichtige Arbeitsutensilien vor Ort

„Zum Glück war die Erfolgsquote auf unserer Station mit rund 98 Prozent sehr hoch“, berichtet Sigrid Köck. Doch hin und wieder kam die Hilfe einfach zu spät. Obwohl die Schnelsenerin in ihrem Berufsleben gelernt  hat, mit dem Tod auch von Kindern umzugehen, waren das Momente, die ihr nahegingen. „Im Krankenhaus an Durchfall sterben – das geht doch nicht“, dachte sie häufig. Obwohl sie sich erst an die einfachen Verhältnisse vor Ort gewöhnen musste, obwohl das Essen eintönig, die Kommunikation mit den  einheimischen Mitarbeitern schwierig und die tägliche Arbeitszeit lang war, hat sie ihren Einsatz keine Sekunde bereut. Im Gegenteil. „Ich konnte unzähligen Menschen helfen und würde es nochmal tun!“ löv

 

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