Dem Albtraum ein Ende bereiten

In Schnelsen entsteht ein Schutzhaus für traumatisierte Kinder

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Die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ baut in Schnelsen ein Schutzhaus für traumatisierte Kinder. In der Heidlohstraße entsteht gerade ein Gebäude, in dem ab Mai 2014 bis zu zehn kleine Bewohner, die durch sexuellen Missbrauch oder Misshandlung traumatisiert sind, ein vorübergehendes Zuhause finden sollen.

 

Die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ will ihnen einen schützenden Zufluchtsort bieten, in dem sie zur Ruhe kommen und wieder lernen können, zu vertrauen und angstfrei zu leben.

Auf der Suche nach einem passenden Namen für eine solche Einrichtung wurde die Stiftung im Roman „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren fündig: Ronja lebt in der „Mattisburg“, wo sie geliebt von ihren Eltern und beschützt von einer ihr wohlgesonnenen Räuberbande aufwächst.

Nachdem Stiftungsgründerin Johanna Stengel und Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Henning Voscherau Anfang September den Grundstein für den Bau des 1,2 Millionen-Hauses legten, konnte Ende Oktober bereits Richtfest gefeiert werden. „Wir liegen vor dem Zeitplan und sind unserem Ziel, die Mattisburg im nächsten Frühjahr zu eröffnen, einen großen Schritt näher gekommen“, freute sich Stengel. Ihre Stiftung hat bereits ein Schutzhaus in Hannover initiiert, finanziert und umgebaut. Nach der Fertigstellung wurde es an einen lokalen paritätischen Träger übergeben. Dies ist auch in Hamburg geplant. Hier wird die Mattisburg von der Großstadt-Mission Hamburg-Altona betrieben. Renovierungsarbeiten und therapeutische Ferienmaßnahmen bezahlt aber weiterhin die Stiftung. Nach Hamburg erfolgt das nächste Projekt in Frankfurt. Die Kinder, die im Schutzhaus wohnen, wählt in der Regel das Jugendamt aus. Pädagogen, Erzieher und Familienberater kümmern sich um sie.

Spender gesucht

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Not der Kleinen zu lindern. Jedes Kind hat ein Recht auf eine Kindheit ohne Gewalt, psychischen Druck und Angst. Dafür setzen wir uns ein“, erläutert Johanna Stengel ihr Anliegen. Für die Realisierung ihrer Projekte ist die Stiftung auf Spenden angewiesen. Weitere Infos unter www.ein-platz- fuer-kinder.org löv

 

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