Gutes Programm für die Nachmittagskinder – hier beim Vogelhäuschen bauen mit den Erziehern Sabine Beck und Eike Dirkner

Hohe Belastung durch Ganztagsschule

Trotz der Engpässe ziehen im Rönnkamp alle Mitarbeiter an einem Strang

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Die Kinder fühlen sich sehr wohl, aber der GBS-Betrieb (Ganztägige Bildung und Betreuung in Schulen) bringt für die Grundschule Rönnkamp hohe Belastungen mit sich.

 

GBS-Koordinatorin Elke Westhof bringt es mit einem Vergleich auf den Punkt: „Alle rudern in die gleiche Richtung. Aber: Das Boot ist zu klein, und wir bräuchten mehr Matrosen!“ Seit August läuft im Rönnkamp der Ganztagsbetrieb in Zusammenarbeit mit der DRK-Kinder- und Jugendhilfe. Rund 75 Prozent der Kinder sind angemeldet. Vorher im Hortsystem lag die Quote noch knapp unter 50 Prozent.

Die Belegungspläne der Räume sind wie Knopf auf Naht gemacht – Wanderungen und Wartezeiten vor noch benutzten Räumen gehören zum Schulalltag. Ein weiteres Problem liegt in der Betreuung der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Im Vormittagsbereich sind mehrere Sonderschullehrerinnen tätig, aber im Nachmittagsbereich fehlt es an Fachwissen.

Außerdem ist die Schule durch den Ganztagsbetrieb schmutziger als früher. Britta Mager vom Elternrat: „GBS macht mehr Dreck und kostet mehr Arbeit. Es muss ein neuer Standard her. Die Ergebnisse aus den Pilotschulen sind nicht ausreichend ausgewertet worden!“ Alle Beteiligten sind sich einig: Der GBS-Alltag kann und muss noch besser werden. Dringend herbeigesehnt werden die geplanten Zubauten mit einer Fläche von 192 Quadratmetern. Schulleiter Arndt Paasch: „Wir gehen sicher von einem Baubeginn 2014 aus.“ Ob es allerdings noch 2014 zur Fertigstellung kommt, ist fraglich.

Klare Forderungen kommen von der Lehrer-Gewerkschaft GEW an die Politik. Regina Tretow, stellvertretende Vorsitzende und Personalrätin der Schule Rönnkamp: „Die weiteren GBS-Grundschulen kämpfen mit den gleichen Problemen. Wir brauchen Räume, Arbeitsplätze und vor allem genügend Personal.“ bk

 

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