Im Jahr 2015 soll die Zweigstelle der Anna-Warburg-Schule am Tibarg 38 aufgegeben werden und macht damit Platz für Neues

Filetstück am Tibarg wird frei

Zweigstelle der Anna-Warburg-Schule wird 2015 aufgegeben

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Laut Referentenentwurf zur Schulentwicklungsplanung ist vorgesehen, das sanierungsbedürftige Nebengebäude der Anna-Warburg-Schule auf dem Tibarg im Jahr 2015 aufzugeben. Die Zukunft des dann frei werdenden Grundstücks in bester Lage ist jetzt schon ein großes Thema.

 

Endgültig werden die angedachten Maßnahmen des Schulentwicklungsplans erst am 20. November entschieden. Doch in der Anna-Warburg- Schule, die ab 2014 als Fachschule für Sozialpädagogik auch Staatlich anerkannte Erzieher ausbilden wird, hängen bereits die Pläne für den kommenden Ausbau des Standorts am Niendorfer Marktplatz.

Baubeginn im Sommer

„Das ist wirklich eine attraktive Zukunftsperspektive für uns“, freut sich Schulleiterin Elke Weiß. Bereits im Frühjahr soll die Sporthalle grundsaniert werden und ab Sommer ist der Baubeginn für ein zusätzliches dreistöckiges Gebäude geplant. Sind die neuen Räume fertig, kann die Nebenstelle auf der Einkaufsmeile aufgegeben werden. „Mit der Fertigstellung rechnen wir bis Ende 2015. Danach – und erst dann – können wir die Räumlichkeiten im Tibarg 38 beim Eigentümer, der Finanzbehörde Hamburg, hier dem Landesbetrieb für Immobilien- und Grundstücksangelegenheiten, abmieten. Über die weitere Verwendung vom Gebäude und Grundstück wird dort entschieden“, so Uwe Grieger vom Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB). Spekuliert wird, dass das jetzt städtische Grundstück verkauft wird. Und damit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für den Tibarg. „Es handelt sich dabei schließlich um ein Filetstück in der Mitte des Tibargs, das viele interessieren dürfte“, so Quartiersmanagerin Nina Häder. „Der BID Tibarg plant gerade, ein Gutachten zu den bisherigen Maßnahmen und der Zukunftslage des Tibarg in Auftrag zu geben. Dort wird aufgrund der aktuellen Sachlage eine mögliche Entwicklung des Tibargs 38 jetzt mit einfließen. Es ist wichtig, alle Nutzungsmöglichkeiten offen zu diskutieren.“

Gemeinsam planen

Möglich wäre natürlich die Ansiedlung von neuem Gewerbe, eventuell auch Wohnungen, aber auch eine Nutzung mit sozialem Charakter wie ein Jugendcafé ist vorstellbar. Alle Akteure sollen frühzeitig miteinander überlegen, wie das Grundstück so entwickelt werden kann, dass es zur weiteren Attraktivitätssteigerung des Tibargs beiträgt. Dieses Anliegen haben auch die SPD- und die Grünen-Fraktion per Antrag formuliert, dem auch CDU, FDP und Die Linken folgten und der am Montag einstimmig zur Weiterleitung an die Bezirksversammlung Eimsbüttel beschlossen wurde. Damit wird die Verwaltung gebeten, nach Beschluss durch die Bezirksversammlung, in einer Regionalausschuss-Sitzung im kommenden Jahr zusammen mit dem BID Tibarg und möglichen weiteren Akteuren erste Überlegungen für den Standort Tibarg 38 als Beginn eines ergebnisoffenen Planungsprozesses zu präsentieren.

„Die Zeit zieht schnell ins Land und es ist wichtig, dass es bereits jetzt einen ersten Austausch zu dem Thema gibt“, so Marc Schemmel (SPD Niendorf). „Der weitere Prozess sollte für die breite Öffentlichkeit transparent und beteiligungsorientiert erfolgen. Auch die Einbindung der Interessen von Kindern und Jugendlichen sollte sichergestellt werden.“ moe

 

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