Schülerinnen und Schüler aus dem Gymnasium Ohmoor haben mit Geschichtslehrer Thomas Ruten den Gedenkabend mit vorbereitet

Ein finsterer Tag deutscher Geschichte

Niendorfer Schüler erinnern an Judenverfolgung vor 75 Jahren

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Am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden geplündert, jüdische Mitbürger aus den Häusern getrieben und verhaftet. Ein Gedenkabend findet Sonnabend in der Verheißungskirche statt.

 

In einem gottesdienstlichen Rahmen wird der Opfer der Reichspogromnacht und des Mordens gedacht. Zehntklässler aus dem Gymnasium Ohmoor erinnern an einzelne Schicksale, an Orte jüdischen Lebens und den Auftrag, Gegenwart und Zukunft zu gestalten.

Viele Deutsche, auch Kirchenleute, sahen 1938 tatenlos zu. Als Zeitzeugin in Niendorf mit dabei sein wird Steffi Wittenberg. Sie war als Zwölfjährige Schülerin an der Israelitischen Töchterschule Karolinenstraße und vorher, wie die meisten jüdischen Kinder, von ihrer früheren Schule als „artfremdes Kind“ ausgeschlossen worden. Ein Jahr später flüchtete sie von Deutschland nach Uruguay.

Weitere Beteiligte am Gedenkabend sind Pastorin Maren Gottsmann, Wolfgang Seibert von der jüdischen Ge­meinde Pinneberg und Oh­moor-Geschichtslehrer Thomas Ruten. Im Anschluss gegen 20.15 Uhr beginnt unter dem Motto „Oj, mir sejen alle Brider!“ ein Klezmer-Konzert mit Robert Löcken und Familie Lachmann (Klavier, Klarinette, Violine und Gesang). Eintritt frei, Spenden erbeten. bk

 

Gedenkabend am Sa., 9.11., um 19 Uhr in der Verheißungskirche (Sachsenweg 2)

 

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