Schwerer Diebstahl

70 Kilogramm schwere Kunstskulptur in Niendorf-Nord geklaut

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Bundesweit richtet der Metalldiebstahl erheblichen Schaden an. Und die Langfinger werden immer dreister, haben jetzt sogar ein Kunstwerk aus Niendorf- Nord entwendet.

 

Grabkreuze, Regenrohre, Kabel und Kirchenglocken sind die Opfer ihre Gier. In vielen Städten wird Kupfer in aller Form von Privathäusern und öffentlichen Gebäuden gestohlen und damit Schäden in Millionenhöhe verursacht. Das gestohlene Metall wandeln die Plünderer in bare Münze um. Und nun offensichtlich ist Bronze in den Mittelpunkt ihres Interesses gerückt.

Nicht anders lässt es sich erklären, warum die Bronzeskulptur „Der stille Gesellschafter“ aus Niendorf-Nord verschwunden ist. 1991 von der Kreissparkasse Pinneberg (heute: Sparkasse Südholstein) gestiftet, hatte das Kunstwerk auf einer Bank im Grünbereich vor dem Einkaufszentrum NNZ seinen Platz. Und von dort wurde es in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober entfernt. Die Polizei geht von schwerem Diebstahl aus, eine Anzeige wurde erstellt. „Das macht mich wirklich sehr, sehr traurig“, so die Schöpferin Inka Uzoma.

60 Prozent Kupfer

Die Künstlerin weiß von anderen Bronzefiguren, die wegen ihres Materialwerts gestohlen wurden. Immerhin stecken in Bronze mindestens 60 Prozent des begehrten Kupfers.  Auch in Langenhorn verschwand Mitte Oktober eine schneckenförmige Bronzeskulptur aus dem öffentlichen Bereich einer Wohnanlage. „Beim Diebstahl meiner Skulptur muss schon sehr viel kriminelle Energie dahinter stecken“, so Inka Uzoma. „Denn die Figur mit ihren rund 70 Kilogramm Gewicht war an den Füßen, am Arm und am Gesäß fest verankert.“

Wer in der fraglichen Nacht auf der Grünanlage vor dem NNZ oder beim Parkplatz etwas gehört oder gesehen hat, möchte sich bitte unter Tel.: 42 86 52 410 im Niendorfer Polizeikommissariat 24 melden. moe

 

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