Im Chaukenweg versperrte dieser umgeknickte Baum komplett die Straße

Orkan sorgt für Chaos

Daueralarm auch in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen

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Es waren „nur“ die Ausläufer des Orkan-Tiefs Christian, die am Montag Hamburg streiften. Doch die Sturmböen waren trotzdem bis zu 140 km/h stark und sorgten für einen Ausnahmezustand.

 

Auf dem Hamburger Flughäfen konnten Maschinen nicht starten, auf den Straßen stand der Verkehr teilweise komplett still, Züge im Fernverkehr wurden gestoppt. Auch in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen knickten Bäume um wie Streichhölzer, wurden Mülltonnen und Baustellenzäune über Straßen gewirbelt, kippten geparkte Motorräder um und flogen Äste und sogar ein Dixie-Klo durch die Luft. So wurden im Polizeikommissariat 24 den ganzen Tag über umgestürzte Bäume in den Straßen gemeldet. Im Burgunderweg krachte ein Baum auf die Stromleitung, in der Oldesloer Straße fiel ein grüner Riese auf ein Auto, im Teutonenweg traf es sogar mehrere Pkws. In der Kollaustraße fegte ein Zaun auf die Fahrbahn, im Sperberhorst kippte ein Anhänger um und im Graf-Ernst-Weg drohte ein Baugerüst einzustürzen.

Einen Dachschaden hat die Stadtteilschule Niendorf seit gestern. Während des Unterrichts stürzte eine große Birke um. Die Schüler kamen mit dem Schrecken davon Bild: Fynn Potent

Schwer betroffen war am Chaos-Tag die Hamburger U- und S-Bahnen. So war die U3 zwischen Schlump und Kellinghusenstraße wegen Baumsturzgefahr zeitweise in beide Richtungen gesperrt und auch auf der U1 zwischen Ohlsdorf und Fuhlsbüttel Nord stoppte der Bahnverkehr. Auch die AKN war lahmgelegt. Bei Schnelsen zertrümmerte ein Baum die Scheibe eines Zuges, der nothalten musste. Busse standen mit den Autos im Stau und Tausende mussten auf ihren Feierabend warten. Über 1900 Mal rückten die Feuerwehrleute der Hansestadt am Montag aus. So waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Niendorf, Lokstedt und Schnelsen im Dauereinsatz. Allein die Schnelsener mussten in 26 Fällen umgeknickte Bäume oder herunter gefallene schwere Äste beseitigen. Die Feuerwehrmänner sind aber froh, dass alle Vorfälle glimpflich abliefen und keine Personen zu Schaden kamen. Ebenfalls glimpflich davongekommen ist das Niendorfer Gehege. Zwar hat Sturm Christian auch hier etliche Äste abgerissen, aber größere Schäden konnte Revierförster Sven Wurster bislang nicht entdecken. moe

 

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