Abschiebungen in der Unterkunft Lokstedter Höhe verunsichern viele Flüchtlinge

Abschiebungen in Lokstedt

Zwei Familien mussten die Unterkunft Lokstedter Höhe bereits verlassen

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Die Flüchtlingspolitik des Hamburger Senats sorgt in der Hansestadt derzeit für zahlreiche Proteste. Das Vorgehen insbesondere gegen die Lampedusa-Flüchtlinge sei inhuman und die Personenkontrollen rassistisch, so die Vorwürfe. Auch die Flüchtlingsunterkunft Lokstedter Höhe steht in der Kritik: Hier sei es zu Abschiebungen von Schwangeren und kleinen Kindern gekommen.

 

Die Fraktion der Linken im Bezirk Eimsbüttel berichtete in einer Pressemeldung von Abschiebungen von Familien, Schwangeren, Babys und eines Mannes, der sich einer Augenoperation unterziehen musste. Zum Teil hätten die Familien nicht einmal mehr ihr Hab und Gut packen können. Norbert Smekal vom Einwohner-Zentralamt bestreitet diese „unhaltbaren Vorwürfe.“ Zwei Familien aus dem Balkan hätten aufgrund von abgelehnten Asylverfahren ausreisen müssen und „natürlich ihr Gepäck mitnehmen können“, so Smekal. Die Augenoperation eines Familienvaters konnte als nicht lebensbedrohliche Krankheit jedoch nicht berücksichtigt werden. Auch bei einer dritten Familie aus dem Balkan wurde das Asylverfahren negativ ab­geschlossen. Erst danach hätte der Ehemann die Schwangerschaft seiner Frau angegeben. „Natürlich wurde daraufhin sofort eine Duldung erteilt“, so Smekal.      mf

 

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